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Dienstag
05.02.2019

TV / Radio

Aus für das Moderations-Duo Rigozzi/Projer

Das Polit-Debatten-Format «Arena/Reporter» mit Jonas Projer und Christa Rigozzi wird nach nur sieben Ausgaben «aus Spargründen» eingestellt. Mit dem frei werdenden Budget werden im Wahljahr 2019 drei Aussenproduktionen der Wahl-«Arena» durchgeführt.

Aufgrund der «aktuellen Sparmassnahmen» von SRF stünden der «Arena» keine zusätzlichen finanziellen Ressourcen zur Verfügung. Daher haben die Redaktionsleitung Info-Talk und die Chefredaktion TV entschieden, «die nötigen Mittel umzulagern», teilte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am Montag mit.

«Der Entscheid, zugunsten von drei Wahl-‚Arenas’ auf ‚Arena/Reporter’ zu verzichten, fiel uns nicht leicht. Besonders wegen der grossartigen Zusammenarbeit mit Christa Rigozzi», so Jonas Projer, Redaktionsleiter Info-Talk. «Mit ihrer Intelligenz, ihrem Charme und ihrer Professionalität wertete Christa Rigozzi ein nicht nur einfaches Format massiv auf.»

Weiter meinte der Moderator: «Als Polittalk sehen wir es als Pflicht an, uns den Parlamentswahlen schwergewichtig anzunehmen.»

Die Sonntagabendsendung «Arena/Reporter» wurde erstmals 2017 realisiert. Basierend auf einem «Reporter»-Film wurde anschliessend in der «Arena» zusammen mit Gästen und dem Fernsehpublikum über das Gesehene diskutiert.

Das Format erreichte 2018 im Schnitt 187`000 Zuschauerinnen und Zuschauer, wie Jonas Projer auf Nachfrage des Klein Reports sagte. Die durchschnittlichen Produktionskosten beliefen sich dabei auf etwa 158`000 Franken pro Sendung. Damit ist die Sendung etwa viermal so teuer wie eine normale «Arena»-Sendung.

«Gerade die letzte Sendung, zu der wir einen eigentlichen Themenabend zu Frauenstimmrecht und Gleichberechtigung gemacht haben – zuerst der Spielfilm ‚Die göttliche Ordnung’, dann ‚Arena/Reporter’ mit einem Porträt von Tamara Wernli und der anschliessenden Diskussion – hat gezeigt, dass wir das Publikum mit einer solchen Programmierung erreichen», so Projers Quoten-Fazit.

Für 2020 werde geprüft, «ob und wie man eine Gemeinschaftsproduktion der Redaktionen Info-Talk und ‚DOK’ am Sonntagabend weiterführen könnte», informierte SRF schliesslich.