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Mittwoch
07.10.2020

TV / Radio

SRF-Direktorin Nathalie Wappler hat sich für harte Eingriffe entschieden....

Die angekündigten Sparmassnahmen bei SRF werden konkret. Gemäss heutiger Planung führen diese bis im Jahr 2022 zu einer Reduktion von 116 Vollzeitstellen – von heute 2'292 Vollzeitstellen auf 2'176 Vollzeitstellen.

Der Abbau beträgt jedoch insgesamt 211 Vollzeitstellen, weil SRF gleichzeitig 95 neue Stellen schaffen will. «Diese neuen Berufsbilder und Kompetenzen brauchen wir dringend, wenn uns die Transformation gelingen soll», so Nathalie Wappler in einer Mitteilung. Daneben seien 100 Umschulungen vorgesehen. Das nötige Weiterbildungsbudget sei bereitgestellt.

Letzte Woche hat Generaldirektor Gilles Marchand darüber informiert, dass die SRG bis 2024 50 Millionen Franken einsparen muss. An einer Personalinformation erläuterte die SRF-Direktorin am Dienstag die finanzielle Situation: Aufgrund der rückläufigen Einnahmen aus Werbung und Sponsoring werde SRF bis 2022 nochmals 16 Millionen Franken sparen müssen.

Planen muss SRF auch die Umlagerungen zur Transformation gemäss «SRF 2024»: Um die erforderlichen neuen Angebote sowie Investitionen in die Infrastruktur realisieren zu können, braucht SRF bis 2022 insgesamt 52 Millionen Franken – diese Mittel müssen zusätzlich gespart werden.

SRF fokussiert auf die nächsten zwei Jahre, um das für 2024 erarbeitete Zielbild mit entsprechendem Handlungs- und Entwicklungsspielraum realisieren zu können. Das heisst: Beim Schweizer Radio und Fernsehen ergibt sich für die nächsten zwei Jahre ein Sparbetrag von 68 Millionen Franken. Rund 37 Millionen Franken davon könnten dank neuer Technologien durch die Anpassung der Produktionsstandards sowie der Organisation erzielt werden, 31 Millionen Franken durch Einsparungen im bestehenden Angebot, informierte der Sender am Dienstag.

Der Abbau werde in zwei Etappen erfolgen: 66 Stellen sollen im Januar 2021 abgebaut werden, 145 Stellen im Herbst 2021. Natürliche Fluktuation und (Früh-)Pensionierungen sollen Entlassungen so weit wie möglich verhindern – dennoch muss SRF mit 25 Kündigungen in der ersten und 95 Kündigungen in der zweiten Etappe rechnen.

Die präsentierten Pläne zum Stellenabbau gelten unter Vorbehalt eines Konsultationsverfahrens. Die SRG sieht in Absprache mit ihrem Sozialpartner zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen im Bereich der beruflichen Umschulung und der freiwilligen Frühpensionierung vor.