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Mittwoch
24.06.2020

TV / Radio

Seit 1967 treffen sich die Verantwortlichen von ORF, SRF und ZDF zu einer jährlichen Koproduktionstagung.

Ziel des Treffens: die Zusammenarbeit über Grenzen und Genres hinweg optimieren für die gemeinsame Herstellung von Produktionen mit starker Relevanz für den deutschsprachigen Raum.

In diesem Jahr hat das Meeting erstmals virtuell stattgefunden. Die Programmverantwortlichen der drei Sender diskutierten per Videoschaltung ein Koproduktionsvolumen von rund 140 Millionen Euro (Basis 2019).

Im vergangenen Jahr war es dank der erfolgreichen Zusammenarbeit der drei Sender möglich, langjährige Produktionen wie «Der Bergdoktor», «Die Chefin», «SOKO Wien» und «1, 2 oder 3» zu realisieren. Auch eine Reihe an Dokumentations-, Kultur- und Unterhaltungsprogrammen wurde umgesetzt.

Für 2021 sind weitere gemeinsame Grossprojekte wie der Serienevent «Der Schwarm», ein Mehrteiler mit dem Arbeitstitel «Gardasee» und eine Sonderausgabe von «Wetten, dass..?» geplant.

SRF-Direktorin Nathalie Wappler zeigte sich überzeugt, dass die Erfahrungen rund um Corona zu einer neuen Dynamik bei der Produktion geführt haben. «Mehr denn je haben uns die vergangenen Monate vor Augen geführt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen ZDF, ORF und SRF ist. Wegen oder auch dank Corona haben wir alle in unseren Medienhäusern gelernt, rasch und unkompliziert neue Inhalte zu entwickeln und am Sender auszuprobieren.»

ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler will gemäss Mitteilung auf das seit mehr als 50 Jahren gewachsene Bündnis vertrauen. «Genau diese Vertrautheit in der Zusammenarbeit ermöglicht uns auch in schwierigen Phasen länderübergreifend die Umsetzung hochklassiger Projekte.»

ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner betont: «In Kooperation mit unseren starken Partnern in Deutschland und der Schweiz entsteht eine Vielzahl an Programmen, die wir in dieser Grössenordnung nur durch die gemeinschaftliche Bündelung unserer Energie in der Ideenfindung, Entwicklung und Produktion verwirklichen können.»

Angesprochen wurden auch Anknüpfungspunkte im digitalen Bereich. Diese seien entstanden von Wissenschaftsbeiträgen für Schulbegleitungsformate bis zur Kultur der digitalen Weltmuseen.