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Dienstag
28.11.2017

Medien / Publizistik

Bunte Truppe mit «Riesenschwäche für Sport»

Eine Gruppe Schweizer Sport-Journalisten und Sportler lanciert eine neue Sport-Zeitschrift: «No. 1», das «beste Sport-Magazin der Welt», soll im Dezember 2018 zum ersten und letzten Mal erscheinen. Am Montag ist das Crowdfunding gestartet.

«Einmalig» soll es sein, das neue Sport-Heft. Und das meinen die Initianten wortwörtlich: Nach der ersten Nummer von «No. 1», die in gut einem Jahr veröffentlicht werden wird, sind keine weiteren Ausgaben geplant. Das sagen sie zumindest heute.

Rund 27 000 Franken waren am Montagabend von den angepeilten 100 000 bereits zusammen. Ein Grossteil des Geldes werde für Druck und Vertrieb draufgehen, sagen die Initianten. «Wir alle werden, wenn wir das Crowdfunding-Ziel erreichen, unentgeltlich und in unserer Freizeit an `No. 1` arbeiten», versprechen sie. «Aber unsere externen Fotografinnen und Autoren wollen wir entlöhnen.»

Hinter der Einmal-Nummer steht eine bunte Truppe. Ihr kleinster gemeinsamer Nenner sei ihre «Riesenschwäche für Sport». Zum Team gehören der «Sportjournalist des Jahres» und «Tagi-Magi»-Reporter Christof Gertsch, die Ex-Profisnowboarderin Ursina Haller, die inzwischen in Kalifornien als Journalistin arbeitet, sowie Benno Maggi und Gianfranco Acocella, die beide als Mitinhaber an Bord der Winterthurer Kommunikationsagentur Partner & Partner sind. Maggi war über lange Jahre Creative Director beim «NZZ Folio».

Weiter zum Kernteam gehören der finnische «Das Magazin»-Reporter Mikael Krogerus, «Salzburger Stier»-Gewinner Bänz Friedli, NZZ-Sportkolumnist Benjamin Steffen («Sportwoche») sowie Bruno Ziauddin, stv. Chefredaktor beim «Magazin». Steffen und Gertsch sind sich zudem als Co-Autoren vertraut: Im Tandem haben sie die Sportlerbücher «Ariella Kaeslin - Leiden im Licht» und «Fabian Cancellaras Welt» geschrieben.

Speziell ist, dass die Initianten «dreizehn der interessantesten Sportlerinnen und Sportler der Schweiz» zum Team hinter der einmal erscheinenden Zeitschrift zählen. Unter den Namen finden sich zum Beispiel die Turnerin Ariella Kaeslin, der Motorrad-Rennfahrer Tom Lüthi oder der Fussballer Christoph Spycher. Die Sportler seien «Teil des Teams»: Als «Hintergrundgespräch» würden sie den Schreibenden helfen, «den Sport neu zu sehen und anders zu verstehen».