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Mittwoch
11.11.2020

Medien / Publizistik

Geldregen für den Buchverlag von Somedia

Mit zwei Instrumenten eilt der Bund den Buchverlagen zu Hilfe: Die Kleinverlage erhalten «Förderbeiträge», die grösseren «Strukturbeiträge». Auch der Buchverlag von Somedia sowie NZZ Libro haben Glück gehabt.

Die Berechnung der Strukturbeiträge stütze sich auf den Verlagsumsatz während der letzten vier Jahre, hiess es am Dienstag bei der zuständigen Stelle des Bundesamtes für Kultur (BAK). 

«Dieser Umsatz wird dann nach einem regionalen Verteilungsschlüssel und der literarischen und kulturellen Ausrichtung des Verlags gewichtet.» Maximal bekommt ein Verlag 80‘000 Franken, mindestens aber 10‘000 Franken.

Die Förderbeiträge bis 10‘000 Franken richteten sich an kleinere Verlage, die keine Strukturbeiträge beantragen können, «sich jedoch durch ihre kulturelle Tätigkeit und ihre Ausstrahlung auszeichnen».

Die subventionierten Verlage schliessen «Dienstleistungsverträge» mit dem BAK ab, so die Behörde weiter zu den Details. «Darin verpflichten sie sich, bestimmte Tätigkeiten zu entwickeln. Das BAK greift jedoch weder in die Geschäftsführung noch in die Ausrichtung oder in das Programm der Verlage ein.»

Auf der Liste der Verlage, die eine Strukturförderung bekommen, finden sich unter anderem der AT Verlag, der Chronos Verlag, Diogenes, Echtzeit, Haupt, Hier und Jetzt, Kein & Aber, Limmat, Rotpunktverlag oder der Somedia Buchverlag und die Schwabe Verlagsgruppe mit NZZ Libro.

Zum Somedia Buchverlag gehören die drei Editionen Somedia, Terra Grischuna und Rüegger. Die Somedia-Tochter war auch schon 2016 unter den Begünstigten der Strukturförderung.

Seit Mitte 2018 ist NZZ Libro in Lizenz ein Imprint des Basler Druck- und Verlagshauses Schwabe AG. NZZ Libro nennt sich der Buchverlag der «Neuen Zürcher Zeitung» seit 2006.

Mit den kleineren Förderbeiträgen unterstützt werden unter anderem der AS Verlag, Cosmos, edition 8, Edition Pudelundpinscher, Herausgeber.ch, Lenos und vatter & vatter im Berner Progr.