Content:

Mittwoch
12.12.2018

Kino

Yves Yersin und Alexander J. Seiler

Die beiden im November verstorbenen Schweizer Filmemacher Alexander J. Seiler und Yves Yersin werden an den 54. Solothurner Filmtagen geehrt. Seilers letzter Dokumentarfilm «Geysir und Goliath» von 2010 und Yersins Klassiker «Les petites fugues» von 1979 werden von ihren Weggefährten vorgestellt.

Der heutige Schweizer Dokfilm wäre ohne Alexander J. Seiler «ein anderer», sagte Filmtage-Direktorin Seraina Rohrer am Dienstag zu der Hommage. Indem Seiler von Anfang an mit Handkamera und Direktton arbeitete, habe er einen «ungeschönten, ungemein direkten Stil» begründet und «mit dem Schweizer Postkartenidyll gründlich aufgeräumt».

Yves Yersins Einfühlsamkeit mache seine Dokumentarfilme zu «kleinen Fluchten», sagte Seraina Rohrer zu dem zweiten vor Kurzem verstorbenen Filmemacher, der an den nächsten Solothurnern Filmtagen geehrt wird. Als Mitglied der Groupe 5 und erster Leiter der Filmabteilung der Lausanner Kunsthochschule sei Yersin bis heute «Vorbild für viele jüngere Filmschaffende, die sich dem Autorenfilm verpflichten».

Alexander J. Seiler und Yves Yersin gelten als Gründerväter des «Neuen Schweizer Films». Seiler war auch einer der Mitbegründer der Solothurner Filmtage.