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Freitag
31.05.2019

Medien / Publizistik

Berlusconi mischt im deutschen Markt mit

Die italienische Mediaset hat 9,6 Prozent von ProSiebenSat.1 erworben. Damit sicherte sich das von Pier Silvio Berlusconi geleitete Unternehmen 9,9 Prozent der Stimmrechte.

Mit der Übernahme wolle man «weiterhin im Wettbewerb mit globalen Schwergewichten punkten und sich eventueller Übernahmen widersetzen», wird Pier Silvio Berlusconi in einer Pressemitteilung zitiert. «Der schnelle Globalisierungsprozess, der das internationale Umfeld bestimmt, erfordert, dass europäische Medienunternehmen wie wir Kräfte vereinen», erklärt der Berlusconi-Sprössling.

Dabei hat der Mediaset-Vorstandsvorsitzende wohl vor allem die zunehmende Konkurrenz von Streamingdiensten im Auge, die TV-Anbietern europaweit vor allem in punkto Werbeeinnahmen mehr und mehr das Wasser abgraben.

Pier Silvio Berlusconi leitet Mediaset seit 2001. Der börsennotierte italienische TV-Konzern zählt zu den führenden Anbietern in Italien sowie in Spanien. In Italien verfügt Mediaset mit Canale 5, Italia 1 und Retequattro über drei nationale Sender. In Spanien sind es mit dem Sender Telecino und Cuatro zwei nationale.

Mit dem Kauf von Anteilen des an der deutschen Börse kotierten Unternehmens ProsiebenSat.1, welches wie Mediaset Mitglied der Europäischen Medienallianz (EMA) ist, sicherte sich der italienische TV-Riese nun Anteile an einem vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz agierenden Medienunternehmen.

Dies sei, so Berlusconi, eine Entscheidung, die darauf abzielt «Wertschöpfung mit einer zunehmend internationalen Ausrichtung zu schaffen».