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Donnerstag
20.12.2018

IT / Telekom / Druck

«Je jünger desto mobiler» gilt nicht immer

Eine Studie windet den Digital Natives ein Kränzchen: Die Jungen nutzten ihre Smartphones an den Festtagen zurückhaltender als die Generation ihrer Eltern. 

Dass die Jungen ihre Finger nicht vom Touchscreen lassen können, ist eine Legende. Zumindest an Weihnachten: Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft will herausgefunden haben, dass 31 Prozent der Deutschen über die Festtage ihr Smartphone weniger benutzen als sonst.

Das Ergebnis ist an sich banal. Dass aber 49 Prozent der 16- bis 24-Jährigen vor dem Weihnachtsbaum weniger häufig zum Smartphone greifen, widerspricht der üblichen Vorstellung «je jünger, desto mobiler». Unter den 55- bis 64-Jährigen leben laut der Studie nur 23 Prozent digital enthaltsamer an Heiligabend.

«Vor allem, weil die jüngere Generation mit Smartphones aufgewachsen ist, hat sie ein Gespür für die Nutzung und auch für die Nichtnutzung entwickelt», kommentierte der Wirtschaftsverband die von ihm bestellte Studie. «Hier können wir von Digital Natives einiges lernen.»

Noch kein alter Zopf scheint die Postkarte zu sein: Weihnachtsgrüsse auf Papier verschicken 2018 immerhin noch 19 Prozent der Befragten - gar kein so schlechtes Resultat in Zeiten von E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook, Messenger und wie sie alle heissen.