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Freitag
24.04.2020

Marketing / PR

Seed-CEO Felix Courvoisier: «Wir suchen gemeinsam mit der Branche Lösungen, damit wir möglichst bald wieder drehen können - nicht nur in der Kleinstcrew...»

Ein Image-Film von Seed für Swiss Life hat an den New York Festivals eine Silbermedaille gewonnen. CEO Felix Courvoisier spricht mit dem Klein Report über die Auftragslage und den Arbeitsalltag in der Corona-Krise. Und über den Optimismus, den es jetzt mehr denn je braucht.

Ausgezeichnet worden ist Seed für eine «Ode an die Selbstbestimmung»: In dem zweiminütigen Unternehmensfilm sind nacheinander die Augenpartien von unterschiedlichen Menschen zu sehen. Aus dem Off spricht eine Stimme den Zuschauer direkt an: «An alle mit einem Traum und fehlendem Mut, ihm zu folgen. An alle, die eine Gelegenheit sehen und doch warten. An die, die im Leben etwas vermissen und es nicht benennen können ...»

Der Film vermittle den Unternehmenszweck von Swiss Life: Menschen dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sagte Felix Courvoisier, Produzent und Geschäftsführer der Seed Audio-Visual Communication AG, gegenüber dem Klein Report.

Der preisgekrönte Image-Film endet ermutigend: «An alle, die es schlicht nicht wagen, bis sie es tun.» Eine Haltung, die auch Felix Courvoisier mitten in der Corona-Krise ausstrahlt.

«Irgendwo in mir drin keimt der Aufbruch, die Gewissheit, dass es weitergeht. Oder mehr: dass es gut kommt», sagte der Agentur-CEO weiter zum Klein Report. Das sei wohl das «Schicksal des hoffnungslosen Optimisten».

«Gerade noch haben wir bei Seed geprüft, wie wir die Maschinerie herunterfahren. Einige Projekte waren bereits in der Postproduktionsphase, die wir problemlos im Homeoffice fertigstellen konnten, inklusive einer chinesischen Sprachversion für einen Unternehmensfilm.» 

Andere Projekte jedoch seien in der Konzept- und Drehbuchphase gewesen. «Diese Projekte konnten wir bis zur Drehbuchfreigabe vorantreiben, und selbst gewisse Drehvorbereitungsarbeiten wie Rekos oder Online-Castings sind umsetzbar», so Felix Courvoisier weiter.

Eine Produktion setzt Seed derzeit ausschliesslich mit Archivmaterial um, vom Homeoffice aus. Und trotz alledem: «Die Auftragslage ist unter Druck, auch wir haben Kurzarbeit angemeldet. Die Rezession, die kommen wird, fordert unsere Branche und uns, kurz- und wohl auch mittelfristig.»

Felix Courvoisier suchte in den letzten Wochen vermehrt den Austausch in seinem Netzwerk. «Wir entwickeln Ideen, die wir unseren Kunden vorschlagen. Wir haben eine Newsletterserie ins Leben gerufen, die Denkanstösse rund ums Thema Unternehmensfilm gibt. Wir entwickeln filmische Formen, die risikolos realisiert werden können. Und wir suchen gemeinsam mit der Branche Lösungen, damit wir möglichst bald wieder drehen können - nicht nur in der Kleinstcrew.»

Es sei jetzt an uns allen, nicht einfach auf die Lockerungen zu warten, sondern diese mitzugestalten, gibt sich Courvoisier im Gespräch mit dem Klein Report anpackend. Die Chancen, die sich bieten, seien zu packen, um so gemeinsam nach vorne zu schreiten.

«Und: Wir sollten all das Wertvolle, das wir in diesen Wochen des Lockdowns erkannt haben, mitnehmen. Die Entschleunigung, die Telefongespräche, das Zwischenmenschliche, das trotz physischer Distanz oft stärker da war als sonst.»

Die Zürcher Agentur produziert Filme für die externe und interne Kommunikation. Zu den Kunden von Seed gehören unter anderem die ETH Zürich, die Post, Ricola und die UBS.