KleinReport Der Mediendienst der
Schweizer Kommunikationsbranche.
Erscheint täglich, 6-mal die Woche
Mittwoch
22. Mai 2013, 23:59
Schweizer Sportfernsehen mit neuer Strategie und Stellenabbau
09:04
Dienstag
01.05.2012
Schweiz

Das Schweizer Sportfernsehen (SSF) hat seine Führungsorgane neu bestellt und richtet seinen Betrieb stärker auf Freelancer und Produktionspartner aus, was zu einem Abbau bei den fest angestellten Mitarbeitenden führt. Mit diesen Sparmassnahmen reagiert das SSF auf einen Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), der dem SSF zusätzliche Kosten von jährlich über einer Million Franken aufbürdet. «Das SSF nimmt diese Herausforderung an und passt seine Strategie per Mitte Jahr an», heisst es in einer Mitteilung vom Freitagabend.

SSF wird sein Programmangebot ab Mitte Jahr mit einer Onlinestrategie neu ausrichten. Im Mittelpunkt steht eine App-Struktur, die das gesamte Programm, inklusive der Live-Übertragungen, auf allen mobilen Empfangsgeräten verfügbar macht. Die App «handballTV.ch» wurde bereits eingeführt und steht kostenlos für alle mobilen Endgeräte zur Verfügung. Die Umstellung auf die App-Strategie und die Volldigitalisierung erfolgen parallel zum bestehenden Broadcast-Betrieb, der mit neuer Struktur weiter betrieben wird.

Künftig nimmt das SSF vor allem koordinative und planerische Aufgaben wahr, während die Produktion konsequent ausgelagert wird. «Damit können die internen Kosten tief gehalten werden und es stehen mehr Mittel für attraktiven Sportcontent aus den Rand- und Breitensportarten zur Verfügung», so das SSF in seiner Mitteilung.

Parallel zu den strukturellen Anpassungen wurde auch in der Führung ein Wechsel vollzogen. Mit Claudia Lässer, Geschäftsführerin des SSF, und Marco Demont, Geschäftsführer der ipmedia AG (Betreiberin der Internet-TV-Plattform), sind zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt worden, während die beiden Gründer und Geldgeber, Giorgio Behr und alt Nationalrat Peter Weigelt, ihre Verwaltungsratssitze abgegeben haben.

Neuer Verwaltungsratspräsident ist Pascal Jenny, bisheriger Delegierter des Verwaltungsrates. Behr wie Weigelt stehen dem SSF weiterhin als Geld- und Ideengeber zur Verfügung, erachten es aber als richtig, dass ein «sehr frontnahes Team» die neue SSF-Strategie umsetzen kann, wie es im Kommuniqué heisst.

2009 startete SSF mit einer Must-carry-Verfügung über drei Jahre seine Sendetätigkeit als Spartensender für den Schweizer Breiten- und Randsport. Gemäss Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) verpflichtet der Must-carry-Status die Kabelnetzbetreiber, das entsprechende Programm aufzuschalten und kostenlos zu verbreiten. Mit Entscheid vom November 2010 definierte das Bakom allerdings den Begriff «kostenlose Verbreitung» neu. So soll neu «Verbreitung» nur noch die Zuführung zu den einzelnen Haushalten abdecken, während die «Zuführungskosten» voll zu Lasten des Must-carry-Veranstalters gehen. Für das SSF bedeutet dies, mit rückwirkender Verpflichtung, dass jährlich zusätzliche Kosten von über einer Million Franken anfallen.

Weitere Artikel - Dienstag 01.05.2012
09:50 Microsoft spannt fürs E-Book-Geschäft mit Barnes & Noble zusammen
Dienstag
01.05.2012
Ausland

Der IT-Riese Microsoft steigt nun doch noch ins E-Book-Geschäft ein. Das Unternehmen hat sich mit 300 Millionen Dollar bei einem Tochterunternehmen von Barnes & Noble eingekauft. Microsoft besitzt nach Angaben des US-amerikanischen Buchhändlers einen Anteil von rund 17,6 Prozent am Unternehmen. Der Gesamtwert soll sich auf 1,7 Milliarden Dollar belaufen.

Barnes & Noble hat das Tochterunternehmen neu gegründet und das digitale Geschäft mit Nook, seiner E-Book-Plattform, und das Geschäft mitweiter lesen...

09:10 Zürcher Markthallen-Anbieter starten gemeinsamen Onlineshop
Dienstag
01.05.2012
Schweiz

Die Unternehmen, die in der Zürcher Markthalle im Viadukt ihre Produkte anbieten, haben einen gemeinsamen Onlineshop gestartet. Entstanden ist die virtuelle Präsenz in einer Zusammenarbeit von Patrick Honauer vom BachserMärt und dem Shoppingportal Postante, welches mit «Entschleunigung und genussvollem Leben» für sich wirbt. Rund 250 Produkte sind über den Onlineshop erhältlich.

Neben den Markthalle-Angeboten sind noch weitere Unternehmen auf Postante präsent. Diese werden dem Nutzer in einer Marktstrasse angezeigt, durch dieweiter lesen...

09:05 Dominique Hiltbrunner: «Ich trete hier für die gesamte Branche auf»
Dienstag
01.05.2012
Schweiz

Der Verleger Dominique Hiltbrunner wurde am Freitag vom Basler Strafgericht in einem Einzelrichterverfahren zu einer bedingten Strafe von 200 Tagessätzen à 210 Franken verurteilt. Im Prozess ging es um die 2008 in Konkurs gegangene GTS Business Guide AG, die Dominique Hiltbrunner 2005 übernommen hatte. Vorgeworfen wurde Hiltbrunner ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung: Einerseits soll er unrechtmässig Geld aus der Firmenkasse bezogen haben, andererseits die beglaubigte Auflage des «Business Guide» frisiert haben. Hiltbrunner will das Urteil weiterziehen.

«Mich verwundert das Urteil», sagte Dominique Hiltbrunner am Freitag gegenüber dem Klein Report. «Ich hatte das Gefühl, ich hätte die Vorgänge plausibel erklären können.»

Zum Vorwurf, er hätte die Auflage des «Business Guide» durch fiktive Geschäfteweiter lesen...

09:05 Sechs Mal Schweizer Film am Dokfilmfestival in München
Dienstag
01.05.2012
Schweiz

Zwei Schweizer Filme nehmen am diesjährigen Wettbewerb des 27. Internationalen Dokumentarfilmfestivals München teil. «Vol spécial» von Fernand Melgar wird im internationalen Wettbewerb um den Ersten Preis kämpfen, im deutschen Wettbewerb ist es «Messies, ein schönes Chaos» von Regisseur Ulrich Grossenbacher. Insgesamt werden sechs Produktionen mit Schweizer Beteiligung gezeigt.

Neben den beiden Filmen von Melgar und Grossenbacher, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden und wieder eine Chance auf einen Preis haben, sind die übrigen Schweizer Filme in vier weiteren Kategorien ohne Wettbewerbweiter lesen...