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Mittwoch
04.11.2020

Werbung

Vor aller Munde: Die Brüder und Jungunternehmer Rafael (l.) und Gabriel Sonderegger entdecken die Masken als Werbeflächen...

Im April gründeten die beiden Brüder und ETH-Maschinenbaustudenten Rafael und Gabriel Sonderegger ihr Start-up Sondia. Sie produzieren Masken, auf die man zum Beispiel ein Firmenlogo oder oder einen Slogan drucken lassen kann.

Die Maschine zur Maskenproduktion haben sie sich aus China kommen lassen. Sie wies jedoch noch diverse Mängel auf, vor allem Sicherheitsmängel. Elektronik, Ultraschallverschweissung, Verschalungen und vieles mehr mussten zusätzlich integriert beziehungsweise adaptiert werden. 

Auch einen Inkjet-Druckkopf zum Bedrucken ihrer Masken bauten die beiden ein. Demnächst soll das Bedrucken der Masken sogar inline erfolgen. «Somit sind dann nicht nur die Masken, sondern auch die Maschine – zumindest grösstenteils – swiss made», sagt der ETH-Student Gabriel Sonderegger zum Klein Report.

Die «Maske us de Schwiiz» von sondia ist ein sogenanntes «medical device», eine medizinische Hygienemaske, und als solche entsprechend gekennzeichnet. 

Man könne im Masken-Business nie länger als zwei Wochen im Voraus planen, die Situation ändere sich laufend, sagt Rafael Sonderegger. Was nun aufgrund der wachsenden Covid-Fallzahlen eingetroffen ist: Die Produktion muss angepasst werden, und so werde die Maschine bereits Ende Jahr amortisiert sein.

«Die Idee ist natürlich, dass es unsere Masken auf längere Zeit hinaus braucht», sagt Gabriel im Gespräch mit dem Klein Report. «Ich glaube fest daran, dass mit Masken in den kommenden Jahren etwas passiert. Dann ist Sondia einer «der wenigen in der Schweiz», die über eine derartige Anlage verfügten.

Jedenfalls läuft das Geschäft so gut, dass bereits fünf Personen in der Produktion beschäftigt werden können. Es sind dies Personen der Altra, einem Unternehmen für beeinträchtigte Menschen. Die offizielle Produktionsübergabe an die Altra fand am 1. September 2020 statt. Mit der Altra als lokalem Partner stellen die Brüder auf dem SIG-Areal in Neuhausen heute täglich bis zu 20’000 Masken her.  

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit des Bedruckens der Sondia-Masken. Damit kann der Kunde auf Wunsch Logo oder Schriftzug anbringen. «Ob mit dem Firmenlogo oder mit dem Namen des Trägers: Das Interesse von Kunden, die ihre Masken für Werbegeschenke oder als Eigenwerbemittel einsetzen wollen, ist vorhanden. Die Maschine funktioniert hierzu demnächst sogar online.»

Zum Kundenkreis zählen Arztpraxen, Apotheken sowie KMU aus der Ostschweiz. Als grösster gesamtschweizerischer Abnehmer gilt zum jetzigen Zeitpunkt das Handelsunternehmen Jumbo.