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Sonntag
09.02.2020

Medien / Publizistik

«Wasserkraft» überholt «Solar» und «Wind»

Die Fukushima-Katastrophe und die jüngsten Klimaproteste haben die Debatte über Klima, Umwelt und Energie allerorten befeuert. Wie genau geredet wird, unterscheidet sich laut einer neuen Studie diesseits und jenseits des Röstigrabens. 

Der Ausdruck «erneuerbare Energien» zum Beispiel spielt in den Deutschschweizer Diskursen eine «fast gleich grosse Rolle wie 'nichterneuerbare'», lautet eines der Ergebnisse der Studie, die am Linguistik-Departement der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entstanden ist.

Dagegen wird «Fossile Energien» in der Romandie häufiger gebraucht als diesseits der Sense, ebenso der Ausdruck «Kernkraft», der auch in der italienischen Schweiz eine «überaus dominante Stellung» einnimmt. 

Schweizweit gewinnt das Wörtchen «Wasserkraft» gegenüber der Sonnen- und Windenergie mehr und mehr an Gewicht. «Das kann als eine Schweizer Besonderheit in der europäischen Energiewende gelten», schreiben die Sprachforscher, die einen umfangreichen digitalen Korpus mit Texten ab 2011, dem Fukushima-Fanal, durchkämmt haben.