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Montag
14.10.2019

Medien / Publizistik

Auch bei «20 Minuten» auf Platz eins: Journalist und SVP-Ständeratskandidat Roger Köppel...

FDP-Chefin Petra Gössi ist die meist genannte Politikerin in den Schweizer Medien. Auch die übrigen Präsidentinnen und Parteien der grossen Parteien stehen besonders im Fokus der Berichterstattung.

Die Schlagzeiten in der Zürcher Medienlandschaft dominiert hingegen Roger Köppel: Kein anderer Politiker wird im «Tages-Anzeiger», in der NZZ, der «NZZ am Sonntag» und in der Gratiszeitung «20 Minuten» häufiger genannt als der SVP-Politiker. Das zeigt eine Studie des Digital Democracy Lab der Universität Zürich, die am Donnerstag publiziert wurde.

Vor allem bei der NZZ steht Köppel für das Themen-Setting hoch im Kurs: Der Ständeratskandidat der Zürcher SVP wird «etwa viermal häufiger genannt» als seine beide Kontrahenten Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP), schreibt das Digital Democracy Lab.

Bei seiner eigenen «Weltwoche» liegt Köppel auf Platz zwei. Nur der SP-Nationalrat Cédric Wermuth wurde seit Anfang Jahr noch häufiger genannt als der Chefredaktor persönlich.

Die grüne Welle hat beim «Blick» und bei srf.ch ihre Spuren hinterlassen. Dort wurde die Grüne-Präsidentin Regula Rytz am meisten erwähnt. Bei der «SonntagsZeitung» war es Petra Gössi.

Über alle untersuchten 84 Zeitungen hinweg stehen die Präsidentinnen und Präsidenten der eidgenössischen Parteien im Fokus der Berichterstattung. Bei der SP dominiert Christian Levrat, bei der FDP Petra Gössi und bei den Grünen Regula Rytz.

Auch bei der SVP landet Albert Rösti auf Platz eins, allerdings dicht gefolgt von Magdalena Martullo-Blocher und Roger Köppel.

Ein Blick in die Top Ten zeigt zudem: Männer werden viel häufiger genannt als Frauen. Bei der SVP schafft es lediglich ein weibliches Parteimitglied unter die zehn meistgenannten Namen, bei der FDP und SP sind es jeweils zwei.

Die einzige Partei, bei welcher mehr Frauen als Männer in den Artikeln vorkommen, sind die Grünen.