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Dienstag
04.02.2020

Medien / Publizistik

Aktienverkauf als Ergebnis eines Prozesses, der vom Ringier Group Executive Board «im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie in die Wege geleitet wurde»...

Mit dem Einstieg der Mobiliar hat das Familienunternehmen Ringier sein Aktionariat erstmals für externe Geldgeber ausserhalb des Medienkonzerns geöffnet. Türöffner für den Beteiligungsverkauf an den Schweizer Versicherer war die gemeinsame Arbeit bei Scout24.

«Der Entscheid, die Mobiliar an der Ringier AG zu beteiligen, ist ein gut vorbereiteter Schritt und war ein längerer Prozess», schilderte Johanna Walser, Chief Communications Officer ad interim bei Ringier, am Montag gegenüber Klein Report.

Das Group Executive Board von Ringier habe die Verhandlungen «im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie» in die Wege geleitet, erklärte Walser die Hintergründe des Aktienhandels.

Ringier profitiere von seiner neuen Aktionärin, die «das langfristige Wachstum, die Unternehmensstrategie und die kontinuierliche digitale Transformation von Ringier unterstützt».

Den Einstieg der Mobiliar sieht Ringier als Beginn einer ausgedehnten Partnerschaft. «’Partnering with the best’ ist ein integraler Bestandteil unserer Strategie. Wo sich die Kompetenzen optimal ergänzen, gehen wir strategische Partnerschaften ein», so Johanna Walser.

Solche Zusammenschlüsse habe Ringier bereits mit Axel Springer im Publishing-Bereich, mit CTS Eventim im Ticketing und mit der Mobiliar bei den digitalen Marktplätzen vollzogen. «All diese Unternehmen gehören zu den besten in ihren jeweiligen Industrien. Mit der Mobiliar intensivieren wir nunmehr unsere bestehende Partnerschaft.»

Im Gegenzug zum neuen Investment der Mobiliar trennt sich die Familie Ringier von 25 Prozent ihrer Aktien. «Jedes Familienmitglied hat gleich viele Anteile verkauft», sagte Johanna Walser auf Nachfrage des Klein Reports. Die Anteile der kürzlich verstorbenen Annette Ringier verbleiben dagegen in der Familie.