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Samstag
09.02.2019

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Akustische Kriegskulisse am Zürcher HB

Wer am Mittwoch um 13.30 Uhr Radio 24 eingestellt hatte, dem wurde mulmig zumute: Zeitgleich zum Sirenentest hörte man im Radio Kriegsgeräusche. Die Aktion von Jung von Matt/Limmat machte für Amnesty International auf den vergessenen Krieg aufmerksam.

Seit 2015 werden bei Luftangriffen im Jemen ohne Vorwarnung Häuser, Schulen und Spitäler zerstört. Dieser noch immer andauernde Konflikt verschwindet zunehmend aus dem Bewusstsein der Schweizerinnen und Schweizer, er wird zu einem «vergessenen Krieg». 

Zusammen mit Radio 24 nutzte Amnesty International den alljährlichen Sirenentest in der Schweiz, um mit einer akustischen Kriegskulisse an den Krieg in Jemen zu erinnern. Während zwei Minuten sendete der Radiosender Kriegsgeräusche, die im Jemen aufgenommen worden waren.

Am Zürcher Hauptbahnhof und am Bellevue übertrug Amnesty International das Radioprogramm über Musikboxen. Im Anschluss an die Kriegsgeräusche gab Reto Rufer, Nahost-Experte von Amnesty International, ein Interview zum Konflikt im Jemen.

Verantwortlich bei Amnesty International war Alexandra Karle (Leiterin Kommunikation und Menschenrechtspolitik), bei Jung von Matt/Limmat führte Lorenz Clormann (Creative Direction) die Fäden.