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Dienstag
12.03.2019

TV / Radio

Kämpft mit schwachen Erlösen im TV-Geschäft

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 kämpft mit schwächeren Erlösen im Werbefernsehen. Deshalb sollen die Digitalgeschäfte jetzt schnell ausgebaut werden. 

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um vier Prozent auf 1,01 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb mit 248 Millionen Euro knapp die Hälfte des Vorjahresgewinns übrig. 

Vor allem aber trugen die schwachen Werbeerlöse im Bereich der TV-Sender und der digitalen Unterhaltungsangebote zur ungenügenden Performance bei. 

«2018 war kein Jahr, mit dem wir zufrieden sein können», sagte Vorstandschef Max Conze. Der Konzern habe «die Schwäche im TV-Werbegeschäft noch nicht ausreichend mit dem Wachstum im Digital- und Commerce-Bereich ausgleichen» können. 

Das sind schlechte Nachrichten für die Aktionäre des im M-Dax gelisteten Unternehmens, die eine Kürzung der Dividende von 1,93 Euro 2017 auf 1,19 Euro im letzten Jahr hinnehmen müssen. 

Mit der neuen Dividendenpolitik, nach der nur noch die Hälfte des Konzernüberschusses ausgeschüttet werden soll (statt wie 90 Prozent davor), will Conze Mittel freischaufeln, um in ein besseres TV-Programm mit mehr lokalen Inhalten, in digitale Plattformen und in eine neue Streaming-Plattform zusammen mit Partner Discovery zu investieren.