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Montag
12.09.2011

Die Gewinner des 14. Prix Courage stehen fest. Die Jury unter dem Vorsitz von Franz Hohler prämierte Jean-Marc Christe, Raoul Challet, Bernard Hengy und Michèle Christe aus Vendlincourt für ihren Einsatz zum Schutze ihrer unmittelbaren Umwelt. Ihr Weg führte die vier Jurassier bis ans Bundesgericht in Lausanne, wo sie im März 2011 in ihrer Ansicht bestätigt wurden, dass der geplante Bau einer Auto-Teststrecke auf Landwirtschaftsland in ihrer Wohngemeinde Vendlincourt nicht nur umweltschädlich, sondern auch nicht rechtens sei.

Obschon die vier Jurassier in ihrem Dorf bisweilen nicht mehr gegrüsst wurden und in Vereinen nicht länger erwünscht waren, liessen sie in ihrem Kampf gegen die Auto-Lobby nicht locker. Für diese mutige Tat wurden sie nun mit dem Prix Courage ausgezeichnet. Der mit 25 000 Franken dotierte Preis wurde den Gewinnern am Freitagabend im Rahmen einer feierlichen Gala überreicht. Franz Hohler, Vorsitzender der Jury, zu den Gewinnern: «Wir gratulieren den mutigen vieren aus Vendlincourt. Wir hoffen, dass auch ihre Gegner ihren guten Willen anerkennen und sich mit ihnen versöhnen können. Wir sehen die Preisvergabe nicht zuletzt als Ermutigung für Menschen an, sich dort zusammenzutun und gemeinsam sich zu wehren, wo sie ihre Werte bedroht sehen.»

Die Kandidaten mit den meisten Stimmen des Publikums waren dieses Jahr der Bergretter Richard Lehner und der Helikopterpilot Daniel Aufdenblatten. Die beiden Mitarbeiter der Air-Zermatt führten auf über 7000 Metern Höhe eine Bergrettung durch. Eine solch gewagte Rettungsaktion bei schlechtem Wetter, eisigen Temperaturen und in einer solchen Höhe wurde zuvor noch nie versucht. «Ein Heli-Rettungseinsatz auf 7000 Metern Höhe galt bis zu diesem Tag als schlicht unmöglich», lobt Andres Büchi, Chefredaktor des «Beobachters». Der Einsatz lohnte sich: Lehner und Aufdenblatten bewahrten drei Bergsteiger vor dem sicheren Tod. Für diesen couragierten Einsatz wurden die beiden Lebensretter von den Leserinnen und Lesern des «Beobachters» mit dem Publikumspreis in der Höhe von 10 000 Franken belohnt. Für Büchi sind die beiden Bergretter ideale Botschafter für die Schweiz: «Mit ihrer hoch professionellen Berufsauffassung, ihrem Einsatzwillen und ihrer Bescheidenheit im Erfolg sind Daniel Aufdenblatten und Richard Lehner ein Beispiel für Integrität, Mut und Menschlichkeit. Das sorgte für Anerkennung weit über unsere Landesgrenzen hinaus.»