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Mittwoch
18.03.2020

Medien / Publizistik

Erst 12 Millionen, dann mehr...

Die Schweizer Privatradios befürchten wegen der Corona-Krise finanzielle Engpässe. Und fordern zwölf Millionen Franken Soforthilfe aus dem Gebührentopf.

Gerade die Monate März, April und Mai seien für die Sender kommerziell besonders wichtig, schreibt der Verband Schweizer Privatradios (vsp) am Dienstag. In dieser Zeit fänden normalerweise Autoausstellungen, Frühjahrsmessen, Oster-Aktionen oder Konzerte statt, die viel Radiowerbung buchten. 

Ebenso stornierten die Läden und Lokale, die seit Dienstag geschlossen bleiben, ihre Spots.

Weil nun Werbeaufträge annulliert würden, drohten Liquiditätsengpässe. Die Existenz der Privatradios sei «fundamental» bedroht, so der Verband weiter.

Daher fordert er vom Bundesrat eine Soforthilfe von zwölf Millionen Franken aus der Schwankungsreserve. Diese sei dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) bereits zugeordnet worden. Die Reserve beträgt gemäss Mitteilung 34 Millionen Franken für das Jahr 2020.

«Sollte dieser ausserordentliche Zustand länger anhalten, würden die Schweizer Privatradios mit weiteren Anträgen an den Bund gelangen», schreibt der Verband schliesslich.