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Mittwoch
20.11.2019

Marketing / PR

Airbnb: «Olympian Experiences» vermitteln

Das Internationale Olympische Komittee (IOC) spannt mit Airbnb zusammen. Das Appartment-Portal soll die Unterkünfte der Athleten in den Gastgeberstädten vermitteln. Und die Sportler sollen sich via Airbnb bei ihren Fans selber vermarkten.

An den nächsten fünf Olympischen Spielen will das IOC für die teilnehmenden Athleten Airbnb-Unterkünfte im Wert von rund 28 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen, heisst es in einer Mitteilung vom IOC.

Durch die weltweite Partnerschaft müsse man weniger Hotels bauen, deren Auslastung nach den Olympischen Spielen oftmals unsicher sei, begründete das IOC die Partnerschaft. Und für «lokale Vermieter» würden Einnahmen abspringen. 

Auch die Athleten würden von der Partnerschaft profitieren, so das IOC. Sie sollen sich neue Einnahmequellen erschliessen können, in dem sie auf Airbnb sogenannte «Olympian Experiences» zum Kauf anbieten: zum Beispiel ein gemeinsames Training mit Fans, eine gemeinsame Velotour durch die Stadt oder eine Stunde Mitschwimmen.

Mit dieser Selbstvermarktungs-Option ist beiden gedient: Dem Airbnb-Portal, das seit einiger Zeit versucht, auch soziale Aktivitäten als «Experiences» zu vermitteln. Und dem Olympische Komitee, von dem die Sportler seit Langem verlangen, an den Millioneneinnahmen der Olympiaden besser beteiligt zu werden. 

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat den Deal zwischen IOC und Airbnb bereits kritisiert. Die Vermittlungsplattform ist ihr, wie manchem Stadtpolitiker, ein Dorn im Auge, weil sie den vielerorts ohnehin knappen Wohnraum zweckentfremde und die Mietpreise in die Höhe treibe. 

Anfang 2019 hatte die französische Hauptstadt, wo 2024 die Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden, gegen das Vermittlungsportal vor Gericht wegen nicht angemeldeter Airbnb-Wohnungen geklagt.