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Mittwoch
21.01.2015

Medien / Publizistik

Die NZZ startet am Mittwoch den österreichischen Ableger NZZ.at. Das Nachrichtenportal setzt nicht auf konventionelle Ressorts, sondern kommt mit drei Themenbereichen aus: Nachrichten, Phänomene und Club.

«Unter Nachrichten bieten wir schnell zugängliche News», erklärte der österreichische Presseverantwortliche Rudi Fussi dem Klein Report am Dienstag. «Unter Phänomene bündeln wir Analysen und Hintergründe zu zentralen Themen unserer Zeit, und im Club können sich Leser und Autoren auf Augenhöhe austauschen.»

Die Plattform sei von Beginn weg digital konzipiert und umgesetzt worden. «NZZ.at ist also nicht nach dem Vorbild einer Printzeitung gebaut, sondern konsequent auf die Bedürfnisse der digitalen Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet», so Fussi. «Deshalb haben wir keine Ressortstruktur. Digital suchen unsere Leserinnen und Leser nicht nach einem bestimmten Ressort, sondern nach Themen.»

Wie gross der Output sein wird, will Rudi Fussi nicht beziffern. «Das ist schwer zu sagen, da man ja zwischen Nachrichten, Hintergrund, Analyse, Video etc. unterscheiden muss, weil diese mit unterschiedlich grossem Aufwand verbunden sind.»

Das Interesse der Österreicher hat die NZZ mit dem Portal, dessen Redaktion seit einem halben Jahr im Aufbau ist, bereits geweckt. «Wir haben vor dem Start mehr als 700 Vorschuss-Abos platzieren können», so Fussi. «Ab dem Start gibt es keine Jahresabos, sondern nzz.at kostet 14 Euro pro Monat und ist monatlich kündbar.»

Beim Start von NZZ.at umfasst die Redaktion rund 25 Mitarbeiter, wovon die Mehrheit in der Redaktion arbeitet. Zudem greift die Redaktion auf auswärtige Schreiber zurück «Gastautoren spielen eine wichtige Rolle», so Fussi. «Wir starten erst, daher sind hier seriöse Zahlen erst nach einer gewissen Zeit zu nennen.»

Die NZZ geht dabei aber nicht denselben Weg wie die «Huffington Post», die ihre Gastautoren ohne Bezahlung für sich schreiben lässt. «Natürlich wird journalistische Arbeit bezahlt», meinte Fussi.