Content:

Samstag
08.02.2020

Werbung

Eine der neuen Branding-Zonen: Die Querhalle am Kopfende der Perrons im Zürcher HB...

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hat im Zürcher Hauptbahnhof die «schweizweit ersten Branding-Zonen» lanciert: Digitale Werbeflächen können neu so gebucht werden, dass eine raumfüllende Markenpräsenz möglich wird. Mit insgesamt 77 Screens sind fast drei Millionen Menschen pro Woche zu erreichen.

Der grösste Bahnhof der Schweiz ist nicht nur eine Drehscheibe des Pendlerverkehrs oder ein mehrstöckiges Shoppingcenter, sondern auch ein Paradies für Werberinnen und Werber. Das ist nicht verwunderlich, denn hier verkehren über 440'000 Menschen pro Tag.

Seit Kurzem buhlen 77 neue Werbeflächen um die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher des Bahnhofs. Erstmals bietet die APG diese E-Panels in sechs digitalen Branding-Zonen an. Die Einweihung des neuen Angebots fand am Donnerstag mit über 120 Kundinnen und Kunden sowie Vertreterinnen und Vertretern von SBB und APG im HB Zürich statt.

«Im Hauptbahnhof verbringen Menschen viel Zeit, nicht nur fürs Pendeln, sondern auch fürs Einkaufen in den Geschäften», sagte Nicolas Adolph, zuständig für den Bereich Product Management & Mediaresearch bei der APG. Dadurch ergibt sich eine leistungsstarke Werbepräsenz mit bis zu 2,8 Millionen Kontaktchancen pro Woche.

Die sechs Branding-Zonen, die nach der Raumaufteilung des HBs geordnet sind, können einzeln oder in beliebigen Kombinationen gebucht werden. «Zum Beispiel eine Zone für einen Tag», präzisierte Adolph.

Zugunsten der 77 E-Panels wurden 160 analoge Plakatflächen zurückgebaut. Dazu sagte Roger Tossut, Leiter Kaufmännisches Facility-Management bei SBB Immobilien: «Mit dem Ersatz der analogen Werbeträger durch digitale Werbeboards konnte das Ziel `Qualität vor Quantität` perfekt umgesetzt werden.»

Die neuen Bildschirme im Ober- und Untergeschoss des HBs können nicht nur zu Werbezwecken, sondern in Ausnahmefällen auch für ausserordentliche Meldungen der SBB genutzt werden. «In Zukunft wird es möglich sein, über grosse Betriebsstörungen wie den Ausfall eines gesamten Bahnhofs auf diesen E-Panels zu informieren», so Tossut.

An der Umsetzung des Projekts waren verschiedene Fachleute beteiligt, darunter Expertinnen und Experten für die Sicherheit, Kundenströme, Architektur, Städtebau und Logistik.

«Für die Branding-Zonen wurden insgesamt rund zehn Kilometer Glasfaserkabel und 2,5 Kilometer Stromkabel verbaut», erklärte Oliver Weber, Leiter Logistik Service bei der APG. Und weil der HB fast ständig in Betrieb sei, mussten viele Arbeiten in der Nacht erledigt werden.

Ausserdem sei die APG für die neuen Bildschirme eine Vereinbarung mit dem Denkmalschutz eingegangen. «Im Gegenzug zum Aufbau der digitalen Werbeflächen müssen die analogen Plakate in der Wannerhalle des Hauptbahnhofs entfernt werden», ergänzte Weber.

Auch an weiteren Schweizer SBB-Bahnhöfen sollen demnächst neue Werbemöglichkeiten entstehen: In Bern, der zweitgrösste Bahnhof des Landes, plane die APG die Installation von 23 neuen E-Panels und in Luzern sollen schon bald 18 zusätzliche Screens stehen.