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Donnerstag
28.05.2020

Werbung

Seit 2015 schrumpfte der Werbekuchen, wie ihn die Stiftung Werbestatistik Schweiz erfasst, um mehr als 10 Prozent.

4,45 Milliarden Netto-Franken wurden 2019 auf dem Schweizer Werbemarkt umgesetzt. Das sind 2,5 Prozent weniger als noch 2018. Die Talfahrt bei der Presse und beim Fernsehen geht weiter.

Noch vor fünf Jahren verzeichnete die Stiftung Werbestatistik Schweiz unter dem Strich einen Netto-Werbeumsatz von 4,98 Milliarden Franken. Seither ist der Werbemarkt von Jahr zu Jahr geschrumpft; 2019 lagen die Umsätze um ganze 10,5 Prozent tiefer als 2015.

Eine Rolle spielt dabei, dass die Abflüsse ins Ausland, vor allem in den Bereichen Suchmaschinenwerbung und Social Media, «aus methodischen Gründen» nicht in der Werbestatisitik berücksichtigt wird.

Vielen der klassischen Medien macht dieser Trend weiterhin zu schaffen. Mit 924 Millionen Schweizerfranken kommt der Presse zwar wie bisher das grösste Stück des messbaren Werbekuchens zu. Das Minus zum Vorjahr belief sich 2019 auf satte 8,4 Prozent; vor einem Jahr hatte die Presse 9,6 Prozent Rückgänge zu verkraften.

Die stärksten Umsatzrückgänge verzeichnet die Publikums-, die Finanz- und die Wirtschaftspresse mit einem Minus von 13,8 Prozent. Die Pressekategorien mit den grössten Werbeeinnahmen waren die Tagespresse und die regionale Wochen- und Sonntagspresse mit einem Gesamtumsatz von 561 Millionen Franken. Sie verzeichnen ein Minus von 8,0 Prozent.

Heftig traf es auch die TV-Werbung. Sie erzielte im Jahr 2019 einen Gesamtumsatz von 704 Millionen Franken, ein Minus von 8,1 Prozent gegenüber 2018. Vor einem Jahr waren die TV-Werbeumsätze nur um 1,0 Prozent zurückgegangen.

Die Radiowerbung dagegen konnte sich mit einem Minus von 0,3 Prozent praktisch stabil halten, während es vor einem Jahr noch um 4,5 Prozent talwärts ging. Dies bei Werbeeinnahmen von 144 Millionen Franken im 2019.

Die Direktwerbung, nach der Presse das zweitgrösste Kuchenstück, verbuchte ein Minus von 2,2 Prozent und erzielte insgesamt noch einen Werbeumsatz von 887 Millionen Franken. Vor einem Jahr war es ein Minus von 7,7 Prozent gewesen.