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Sonntag
19. Mai 2013, 22:35
Nationale Parlamente stimmen Buchpreisbindung zu
16:20
Freitag
18.03.2011
Schweiz

National- und Ständerat haben am Freitag dem Gesetz zur Regulierung der Buchpreisbindung zugestimmt. Damit könnte die Buchpreisbindung am 1. Januar 2012 in Kraft treten. Der Ständerat stimmte bei einer Enthaltung mit 23 zu 19 Stimmen zu, im Nationalrat fiel der Entscheid mit 96 zu 85 Stimmen bei fünf Enthaltungen. Den Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) freut das Ergebnis. «Ein grosser Tag, eine wegweisende Entscheidung», meinte der SBVV-Geschäftsführer Dani Landolf.

Carlo Bernasconi, Chefredaktor der Publikation «Schweizer Buchhandel», dem Publikationsorgan des SBVV, meint: «Die Zeit der aggressiven gelben Rabattschilder ist vorbei. Ob die angesichts von bewusst und unbewusst inszenierten Preisverwirrspielen ins Internet ausgewanderten Konsumentinnen und Konsumenten wieder in die Läden zurückkehren, muss erst noch bewiesen werden.» Auch gebe es im grenzüberschreitenden Buchmarkt nach dem Fall der Preisbindung vom 2. Mai 2007 endlich wieder solide Eckdaten für die Beteiligten, die dadurch aufatmen könnten.

Mit dem Entscheid ist der Kampf um die Preisbindung aber noch nicht vorüber. Ein überparteiliches Komitee aus Jungfreisinnigen, JSVP, Exponenten der Grünliberalen und der Piratenpartei und Nationalräten der FDP und der SVP hält den Entscheid des Parlaments für nicht nachvollziehbar und will das Referendum dagegen ergreifen. Das Komitee argumentiert, dass sich der Schweizer Buchhandel so selbst ins Abseits stelle, weil eine Online-Preisbindung nicht umsetzbar sei und Schweizer Leserinnen und Leser ihre Bücher künftig in ausländischen Online-Shops kaufen würden.

Die Gewerkschaft Syndicom hält die Preisdiskussion der bürgerlichen Jungparteien für unausgereift und verweist auf Grossbritannien, wo die Preisbindung Mitte der 90er-Jahre aufgehoben wurde und zeige, dass Bücher im Schnitt mit der Buchpreisbindung nicht teurer, sondern günstiger geworden seien. Die neue Preisbindung sei auch keine Rückkehr zur Situation von 2007, da der Preisüberwacher eine prominente Rolle spielen werde.

Weitere Artikel - Freitag 18.03.2011
22:30 «Samedi Culturel» mit Spezialausgabe zu Haiti
Freitag
18.03.2011

«Le Temps» gibt unter der Chefredaktion von Schriftsteller Dany Laferrière eine Sonderausgabe von «Samedi Culturel» über Haiti heraus, das vor vierzehn Monaten von einem schweren Erdbeben getroffen wurde. Der Schriftsteller ist seit der ersten Ausgabe von «Le Temps» bei der Zeitung und hat nun den Inhalt des «Samedi Culturel» vom 19. März entworfen. Die Sonderberichterstatter der Zeitung, der Journalist Arnaud Robert und der Fotograf Paolo Woods, haben in Haiti Musiker, Filmemacher und Schriftsteller getroffen und sich mit den mystischen Orten der haitianischen Fantasiewelt, darunter das Hotel Oloffson und die Grand-Rue in Port-au-Prince, beschäftigt.

Dany Laferrière schrieb unter anderem «Tout bouge autour de moi» und «L'Enigme du retour», für das er 2009 mit dem französischen Literaturpreis Prix Médicis ausgezeichnet wurde. Er nimmt im Moment an den Journées littéraires Haïti in Genf teil. Für die Sonderausgabe unterhält sich der Schriftsteller mit demweiter lesen...

17:10 Digitale Angebote der «New York Times» werden kostenpflichtig
Freitag
18.03.2011
Ausland

Nur noch eine begrenzte Anzahl Artikel wird die «New York Times» in Zukunft in ihren digitalen Diensten gratis zur Verfügung stellen. «Wir hoffen, dass Sie das als Investition sehen, die uns darin stärkt, auf allen Plattformen Qualitätsjournalismus liefern zu können», äusserte sich Herausgeber Arthur Ochs Sulzberger auf der NYT-Website. Die Änderungen würden vor allem diejenigen treffen, die das Portal intensiv nutzen würden. Am Donnerstag wurde das Bezahlmodell in Kanada gestartet, um erste Erfahrungen zu gewinnen. Am 28. März soll das Modell dann weltweit eingeführt werden.

Auf der Website werden künftig nur noch 20 Artikel im Monat freigeschaltet. Bei den Apps für Smartphones und Tablets wird der Zugang auf die Top News beschränkt. Die Leser der Printausgabe erhalten auch freien Zugriff auf die Apps und die Website, alle anderen bezahlen: 15 Dollar für den Zugriff auf die Website und dasweiter lesen...

09:06 Fachzeitschrift «Buchhändler heute» eingestellt
Freitag
18.03.2011
Ausland

Die Maenken Kommunikation GmbH hat entschieden, die erst im Herbst 2010 von der insolventen VVA Kommunikation GmbH übernommene Zeitschrift «Buchhändler heute» nicht weiterzuführen. Die in der vergangenen Woche erschienene Ausgabe 3/2011 ist somit die letzte in der 64-jährigen Geschichte des Traditionsblattes. Von der Einstellung der Zeitschrift sind nebst zahlreichen freien Journalisten drei Mitarbeiter betroffen.

Grund für diese Massnahme sei die kurzfristige wirtschaftliche Perspektive des Fachmagazins. «Die Maenken Kommunikation GmbH, deren Kerngeschäft die Beratung von Unternehmen, Institutionen und Verbänden bei der internen und externen Kommunikation einschliesslich Erstellung von Mitarbeiter- und Kundenmedien ist, wollte mit der Übernahmeweiter lesen...

09:05 Helmut Stalder konzipiert «Beobachter»-Themenhefte neu
Freitag
18.03.2011

Helmut Stalder ist am Donnerstag zum stellvertretenden Chefredaktor des «Beobachters» ernannt worden. Der 44-Jährige übernimmt ab 1. Juni 2011 die Verantwortung für die Themenhefte und weitere Spezialprojekte. «Herausforderungen muss man annehmen, wenn sie sich bieten. Es ist sehr inspirierend, den `Beobachter` weiterzuentwickeln, denn in diesem Titel und seinem Team liegt ein grosses publizistisches Potenzial», sagte Stalder am Donnerstag gegenüber dem Klein Report.

In seiner neuen Funktion als stellvertretender Chefredaktor wird er die heutigen «Beobachter»-Themenhefte «Gesundheit», «Outdoor», «Bauen&Wohnen» und «50+» neu konzipieren. «Sie werden auch journalistisch aufgewertet und sollen häufiger erscheinen. Ziel ist es auch, weitere Themenhefte zuweiter lesen...