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Donnerstag
15.10.2020

Medien / Publizistik

Eine Aufholjagd im Sommer kompensierte einen guten Teil der Einbussen während des Lockdowns.

Pünktlich zum Start der Frankfurter Buchmesse zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer am Horizont des Buchmarkts ab: Nachdem die Umsätze im Lockdown massiv eingebrochen waren, konnten die Buchhändler die Einbussen nach einer sommerlichen Aufholjagd zu guten Teilen wettmachen. Auch in der Schweiz.

Ahnungslos, wie wir alle, starteten die Schweizer Buchhändler im Januar und Februar mit einem kleinen Umsatzwachstum von 0,6 Prozent in jenes verrückte Jahr, das bald schon alle Negativrekorde sprengen sollte. Während des Lockdowns lagen die Buchverkäufe in der Schweiz dann um über 28 Prozent unter dem Vorjahr, wie aus einer neuen Marktstudie von GfK Entertainment hervorgeht.

In den Monaten, seit die Bücherläden wieder geöffnet haben, gingen nun aber fast fünf Prozent mehr Bücher über den Ladentisch als im Vergleichszeitraum 2019. «Die Gesamteinbussen notieren aktuell nur noch bei minus 2,9 Prozent», bilanziert die Studie die Situation auf dem Schweizer Buchmarkt.

Noch heftiger als die Schweiz hatte es im Frühling zum Beispiel Spanien mit minus 49 Prozent und Italien mit minus 42 Prozent getroffen. In beiden Ländern sind die Verluste der ersten neun Monate dank der sommerlichen Aufholjagd mittlerweile auf minus elf respektive minus 3,8 Prozent zusammengeschrumpft.