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Mittwoch
17.02.2021

TV / Radio

Wegen Corona spritzt in einer Minute viel Blut auf einem Zürcher Schrottplatz…

Die in Baden ansässige Maybaum Film hat für den Influencer Zeki ein spezielles Video produziert: Im einminütigen Clip «Mutiertes Corona-Virus in der Schweiz» lässt das Team auf Walking-Dead-Niveau auch mal Blut spritzen, welches die Zombies den Aargauern, Baslern oder auch den Zürchern ins Gesicht zielen.

Um es vorweg zu nehmen, das Instagram-Epos versucht zu schockieren. Es ist auch eine Persiflage auf die Schweiz und ihren Kantönligeist. Wo man sich gerne mal mit Hohn und Spott über die anderen lustig macht. Oder übersteht man die Krise tatsächlich mit genügend Egoismus besser?

Egal, die Youngsters von Maybaum Film haben einen Tag lang auf einem Zürcher Schrottplatz mit Zeki gedreht und viel Spass gehabt. Nur schon das vergossene Kunstblut liess die Location bald wie einen Schlachthof aussehen, wie Janic Eberhard (1986), der für Regie, Schnitt und einen grossen Teil der Organisation zuständig war, gegenüber dem Klein Report sagte.

In Zusammenarbeit mit Kamerafrau Sara Maag (1996) hat er als Projektleiter die Location gefunden und die Story verfilmbar gemacht. Maag war ebenfalls für das Color Grading zuständig.

«Die grösste Freude hatte das Team schliesslich, als es das Spielfahrzeug zum Schluss mit einem Vorschlaghammer komplett zerlegen durfte», ergänzte Michel Frutig, Creative Director & Partner bei Maybaum Film, gegenüber dem Klein Report. «Für gewöhnlich schreiben wir Drehbücher oder Storyboards selber. Hier haben wir schnell festgestellt, dass klassisches Storytelling gar keinen Sinn macht. Die Welt der Influencer orientiert sich nicht an klassischem Storytelling, sondern daran, möglichst viel Interaktion zu generieren», so Frutig über das Projekt.

Dementsprechend sei es die grössere Herausforderung gewesen, Zekis Idee mit überschaubarem Budget und vor allem in kurzem Zeitrahmen umzusetzen.

«Anfang Januar haben wir Zeki bei uns in Baden empfangen und er hat uns seine Idee präsentiert», sagt Michel Frutig, der mit seinem Team das erste Mal für den Influencer ein Video realisierte. Der Sketch sei zu diesem Zeitpunkt schon sehr klar umrissen gewesen, es fehlte noch die Produktionsleistung. Der Influencer lasse in unregelmässigen Abständen professionelle Videos produzieren. Meistens dreht er sie aber selbst.

Weitere Teammitglieder bei der Produktion des einminütigen Videos «Mutiertes Corona-Virus in der Schweiz»: Die zweite Kamerafrau bei Maybaum, Simona De Roni (1994), hat die Kameraassistenz übernommen. Um die Tontechnik hat sich Silvan Anesini (1992) gekümmert.

Später hat sich dann Tim Zumstein (1998) der Tonmischung angenommen und das Mastering gemacht. Dank des Hobbys von Salomé Brozman (1984) wurden auch die Make-up-Effekte inhouse umgesetzt. Brozman hat mit der Hilfe von Susi Krummenacher (1991) alle Spezial- und Make-Up-Effekte umgesetzt.