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Montag
12.10.2020

Kino

Tom Cruise bei einer Szene in Rom. Auf dem schnellen Töff ist er zumindest vor Aerosolen sicher...... (Bild: Skydance Media, Paramount)

Die Dreharbeiten für «Mission Impossible 7» in Rom sorgen für Aufsehen. Vier Tage lang werden Szenen im ersten Stockwerk des Krankenhauses «Policlinico Umberto I» gedreht.

Für Regisseur Christopher McQuarrie und seinen Star Tom Cruise ist es eine «Mission Possible», obwohl ausgerechnet in diesem Spital aktuell 150 Covid-Patienten behandelt werden. Zwölf davon sind auf der Intensivstation.

Dies löste den Protest der Gewerkschaften des im Krankenhaus beschäftigten Gesundheitspersonals aus. «Mitarbeiter der Filmproduktion standen inmitten der Tragbahren der Covid-Patienten», kritisierte ein Gewerkschaftssprecher laut der römischen Tageszeitung «La Repubblica».

Statisten, Aufseher und Mitglieder der Produktion würden im Krankenhaus frei herumlaufen; für die Gewerkschaften «chaotische Zustände». Die Lage sei unannehmbar, vor allem angesichts der zunehmenden Zahl von Infektionen in Rom.

Dabei sollten die Dreharbeiten ein wichtiges Signal aussenden für den Neustart der Filmindustrie in der italienischen Metropole. Im Februar sind die Dreharbeiten des heiss erwarteten Actionfilms nach ersten Szenen in Norwegen wegen Corona vorderhand unterbrochen worden.

Das Team von «Mission Impossible 7» besteht aus 180 Personen. 1000 Statistinnen und Statisten sollen eingesetzt werden. Sieben Wochen lang wird jetzt in Italien die Fortsetzung gedreht, unter anderem auch in Venedig. Die Produktionskosten allein in Italien werden auf 35 Millionen Euro geschätzt.

Aktuell sind keine Gründe bekannt, warum die Szenen mit Tom Cruise in der Rolle des Agenten Ethan Hunt im Krankenhaus gedreht werden. Ein grosser Salon im ersten Stockwerk ist in ein Filmset umgewandelt worden.

Auch in der Innenstadt wurden Strassen zeitweise für das Filmteam gesperrt. Aufnahmen gab es zudem in der Nähe des Kolosseums. Die Produktion beharrt aber darauf, sich streng an die Covid-Vorsichtsmassnahmen zu halten.

Am 15. Oktober startet auch das Internationale Filmfestival von Rom. Für angeregten Smalltalk bei den – natürlich Corona-konformen – Partys der Branchenvertreter wird also gesorgt sein.