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Freitag
06.08.2021

Kino

Kevin B. Lee (Mitte) ist am zweiten Festivaltag in Locarno vorgestellt worden. Links Direktor Gion A. Nazzaro, rechts Präsident Marco Solari..... (Bild: cdt.ch)

Nach einer sorgfältigen Auswahl aus 149 hochkarätigen Bewerbungen ist der Amerikaner Kevin B. Lee zum «Locarno Film Festival Professor for the Future of Cinema and Audiovisual Arts» an der USI ernannt worden. Lee wird sein Amt am 1. Januar 2022 antreten. Dem Festivalpublikum ist der neue Spezialist bereits heute im Forum @Rotonda by la Mobiliare vorgestellt worden.

Mit dieser Ernennung, die die Synergie zwischen dem Festival und der Università della Svizzera italiana (USI) untermauert, wird ein Projekt eingeleitet, «das den kulturellen und akademischen Bereich auf lokaler und internationaler Ebene erneuern soll», wie das Festival mitteilt. Der Stipendiat wird an der Fakultät für Kommunikation, Kultur und Gesellschaft der USI als ausserordentlicher Professor tätig sein und Forschungs- und Lehrtätigkeiten ausüben, während er gleichzeitig sein umfangreiches Wissen und seine Kontakte in den Dienst des Festivals und seiner künftigen Entwicklung stellt.

Marco Solari, Präsident des Locarno Film Festival: «Die Gestaltung der Zukunft des Kinos mit Hilfe eines Lehrstuhls für Innovation zwischen Akademie und Festival ist nach den radikalen Veränderungen in der Welt der audiovisuellen und kulturellen Veranstaltungen besonders wichtig. Ein Festival, das stehen bleibt, ist tot.»

Kevin B. Lee, war bisher Professor für Crossmedia Publishing und Co-Vorsitzender des Masterstudiengangs Künstlerische Forschung an der Merz Akademie in Stuttgart. Er ist ein international anerkannter Spezialist mit grosser Erfahrung im Bereich Kultur und Film. Bekannt ist vor allem seine Pionierarbeit am Format des Videoessays, einem hybriden Genre zwischen Filmpraxis und Filmkritik. Eines der Ziele von Lees neuer Position sei es, «das medienpädagogische Angebot der USI zu erweitern und eine neue Nutzung audiovisueller Medien durch die Studierenden zu fördern, die in der Lage sein werden, ihre eigenen Lehrinhalte in Bezug auf bewegte Bilder zu erstellen».