KleinReport Der Mediendienst der
Schweizer Kommunikationsbranche.
Erscheint täglich, 6-mal die Woche
Sonntag
19. Mai 2013, 09:05
Kritik an Streichung des Beitrages ans MAZ
17:02
Dienstag
24.04.2012
Schweiz

Das Komitee «Nicht ohne MAZ» hat wenig Verständnis für den Entscheid des Kantons Luzern, welcher der Schule den Untersützungsbeitrag gestrichen hat. «Diese 50 000 Franken waren das, was man in der Wirtschaft `seeding money` nennt», sagte Karl Lüönd, Publizist und langjähriges Mitglied des MAZ-Stiftungsrats und des MAZ-Stiftungsratsausschusses, am Montag gegenüber dem Klein Report. «Die einzige Rechtfertigung für einen solchen Akt wäre die absolute Hungersnot, und die ist in Luzern meines Wissens bis jetzt nicht ausgebrochen.»

Auch Toni Zwyssig, ehemaliger Ausbildungsleiter beim Schweizer Fernsehen, hält den Entscheid für kurzsichtig: «Die Schule darf nicht Opfer eines kleinkrämerischen Hickhacks werden», sagte er am Montag gegenüber dem Klein Report. «Der Kanton Luzern riskiert, eine Perle zu verlieren, die ihm ohne grossen Aufwand viel bringt. Ich erwarte, dass er sich als junger Universitätskanton seiner Verantwortung und Chancen bewusst ist und auf seinen Entscheid zurückkommt.» Zwyssig war selbst Dozent am MAZ und in dessen Programmkommission.

Sollte das nicht passieren, rechnen sowohl Lüönd als auch Zwyssig damit, dass die Journalistenschule die Ankündigung, einen anderen Standort zu suchen, tatsächlich in die Tat umsetzen könnte. «Es gab in all den Jahren immer wieder lockende Angebote», meinte Lüönd mit Verweis auf den Kanton Zug. Und Zwyssig: «Wo ein Wille ist, ist meistens auch ein Weg. Oft erweist sich dieser aber als Sackgasse.» Er schliesst nicht aus, dass es sich auch um ein taktisches Vorgehen der Schule handeln könnte, um eine öffentliche Diskussion zu lancieren.

Zwyssig begrüsst, dass das MAZ einen Umzug überprüft. «Es spricht für die Schule, wenn sie flexibel und kostenbewusst handelt.» Etwas klarer formuliert das Lüönd: «Wenn einem am langjährigen Standort die Wertschätzung so kaltschnäuzig aufgekündigt wird, wie dies der Kanton Luzern mit dem Entzug der (eigentlich sehr bescheidenen) Subvention getan hat, ist dies eine Frage der Selbstachtung.»

Vorbehalte gegenüber einem neuen Standort haben die beiden vor allem bei Zürich. «In Luzern gibt es keine grossen Medienhäuser wie in Zürich, Basel, Bern oder Chur», so Zwyssig. «Niemandem fällt ein Zacken aus der Krone, wenn er nach Luzern muss.» Karl Lüönd sieht ebenfalls keinen Grund, weshalb das MAZ nach Norden umziehen sollte: «Das MAZ liegt direkt beim Bahnhof und die Mitarbeiter und ein grosser Teil der Dozenten sind in Luzern verwurzelt. Es muss nicht alles in Zürich sein.»

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24.04.2012
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19:14 Da hat «der böse Onkel» aber heftig zugeschlagen
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24.04.2012

Der Klein Report hat Urs Odermatt fälschlicherweise Stephan genannt. Deshalb möchte er eine Richtigstellung. Sein Film «Der böse Onkel» hat in Italien einen Preis gewonnen, wie der Klein Report berichtete. Um 07.39 Uhr hat der Klein Report am Dienstagmorgen aus seinem Umfeld ein Mail erhalten: «Die Fehler sind fucking peinlich! Kennt die Schweiz jetzt nicht mal mehr die Namen ihrer eigenen Preisträger?»

Aufgeschreckt von so viel Fehlbarkeit, korrigierte der Klein Report um 08.03 Uhr auf den Webseiten den Vornamen des Schweizer Regisseurs, der aus einem unerklärlichen Grund halt nichtweiter lesen...

17:04 «Das kann nur ein Inserat»: Siegerinserate ab April in den Zeitungen
Dienstag
24.04.2012
Schweiz

Die sechs Siegerinserate des Wettbewerbs «Das kann nur ein Inserat» sind ab Mai in zwei Wellen in über 100 Zeitungs- und Zeitschriftentiteln zu sehen. 27 Teams hatten ingesamt 22 Ideen für Einzelsujets und 54 Ideen für Kampagnen eingereicht. Mit 199 Anzeigensujets hatte die Jury eine grössere Auswahl als im Vorjahr, als 171 Sujets eingereicht wurden.

Zum ersten Mal gehört ein Team aus der Welschschweiz zu den Siegern. David Moret und Gaël Tran von Euro RSCG Genève haben es gleich mit zwei Anzeigen in die Auswahl der Jury geschafft. Zu den weiteren Gewinnern gehören Silvio Seiler von der Werbeagentur Silvio Seiler, Daniel Gremli und Richard Wegele von den Webguerillas, Julien Joliat und Nora Saner  von Inflagranti und Sebastian Eppler von Wunderman und Luca Schneider von Euro RSCG Zürich.

Der Wettbewerb wurde vom Verband Schweizer Medien in Zusammenarbeit mit derweiter lesen...

17:01 «Mag20» mit sozialen Netzwerken als Blattmacher
Dienstag
24.04.2012
Schweiz

Im August soll das Magazin «Mag20», das von Markus Bucheli gegründet wurde, erstmals erscheinen. Die Publikation setzt auf die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Google+. Die Nutzer können nicht nur selbst Texte bereitstellen, sondern sie sollen auch über die Netzwerke darüber abstimmen, welche 20 Beiträge in die gedruckte Version Eingang finden sollen. Für die Publikation ist ein wöchentlicher Erscheinungsrhythmus vorgesehen.

Das Magazin soll in einer Auflage von 50 000 Exemplaren erscheinen und in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Zug und Zürich verteilt werden. Das Abonnement des E-Papers ist kostenlos, fürs Jahresabo der Printversion verlangt der Herausgeberweiter lesen...