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Samstag
18.01.2020

Werbung

«Am liebsten machen wir Kampagnen für Abstimmungen», sagte KSP-Mitgründer Uwe Schlupp dem Klein Report.

Die Werbeagentur KSP Krieg Schlupp Partner hat mit der SP Schweiz eine Plakatkampagne für die Abstimmung über die Anti-Rassismus-Strafnorm kreiert. Im Fokus steht die Bekämpfung von Hassrede.

Die Plakate zeigen eine schwarz-weisse Comic-Sprechblase auf pinkem Hintergrund, die sich in eine Faust verwandelt. Dazu steht in grossen Lettern: «Weil Gewalt mit Hass beginnt.»

Das Sujet bringe den Zusammenhang zwischen Hassrede und Hatecrime «in wenigen Worten auf den Punkt», schreibt die Agentur. «Dieser klare Fokus auf Hassrede war eine zentrale Anforderung der SP Schweiz», sagte Uwe Schlupp, Creative Director und Partner von KSP, am Donnerstag gegenüber dem Klein Report.

Die Vorlage zur Anti-Rassismus-Strafnorm könne auf eine breite überparteiliche Abstützung zählen, jede Partei und jede Gruppe bringe andere Argumente, so Schlupp weiter. «Die SP wollte eine übergeordnete Botschaft vermitteln und nicht zwingend eine, die nur eine bestimmte Gruppe, wie zum Beispiel die LGBT-Community, anspricht», erklärte Schlupp. «Darum eben der Fokus auf Hassrede.»

Die linke Bundesratspartei gehört seit einigen Jahren zu den Kundinnen und Kunden von KSP. Politische Werbung liegt der Zürcher Werbeagentur: «Am liebsten machen wir Kampagnen für Abstimmungen», sagt Schlupp. Im letzten Jahr habe KSP zum ersten Mal auch bei den eidgenössischen Wahlen für die SP geworben. «Die Themenwahl der Partei stimmte mit unseren Werten und Vorstellungen überein», begründete Schlupp die Zusammenarbeit.

Das trifft auch bei der jetzigen Kampagne für die Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm zu. Das Gesetz soll neu auch Schutz vor Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung bieten. KSP stehe gemäss Mitteilung ebenfalls hinter der Vorlage: «Natürlich setzen wir uns als Werbeagentur für die Meinungsfreiheit ein. Aber Hass ist keine Meinung», wird Schlupp darin zitiert.

Auch auf den eigenen Kanälen werde die Agentur für ein Ja werben. Dort werden Sujets wie ein Megafon zu sehen sein, aus dem keine Worte, sondern Schüsse kommen. Diese Kreationen stammen aus der Feder des Schweizer Illustrators Stephan Schmitz, der auch die SP-Plakate mit der Comic-Sprechblase designt hat. «Wir kennen ihn gut und haben ihn extra für diese Kampagne geholt», so Schlupp gegenüber dem Klein Report.