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Sonntag
09.02.2020

Digital

FBI-Chef: «Strafverfolgung wird geblendet»

Der Zuckerberg-Konzern will seine Apps sicherer machen. Mit der geplanten Sender-zu-Empfänger-Verschlüsselung ruft Facebook die Opposition von Kinderschützern und Geheimdiensten auf den Plan.

«Die Verschlüsselung wird digitale Verstecke für Kindsschänder kreieren», schrieb die britische Kinderschutzorganisation NSPCC jüngst in einem offenen Brief, den inzwischen 129 Organisationen und Wissenschaftler unterschrieben haben.

Mark Zuckerbergs Verschlüsselungspläne bedeuteten, dass Facebook bei der Bekämpfung von Kinderpornografie künftig «im Dunkeln» arbeiten werde.

Das soziale Netzwerk will seine Apps mit einer Sender-zu-Empfänger-Verschlüsselung vor «Hackern und Kriminellen» schützen. Was für die User einen besseren Daten-Schutz bringe, erschwere gleichzeitig die Arbeit der Justiz, so die Befürchtung.

Auch den Geheimdiensten ist die geplante Verschlüsselung ein Dorn im Auge. FBI-Direktor Christopher Wray nannte die Pläne laut der «New York Times» einen «wahr gewordenen Traum» für die Täter.

Facebook werde «sich selbst und die Strafverfolgung blenden», sagte der Geheimdienstler im US-Kongress.