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Montag
05.08.2019

Digital

Betrug bei Cost-Per-Install-Werbung

Das Marketinganalyse-Unternehmen AppsFlyer hat eine Studie zu kriminellen Aktivitäten bei App-Downloads veröffentlicht und aufgezeigt, wie sich Kriminelle bei Downloads Unsummen an Werbegeldern erschleichen: Allein im ersten Halbjahr 2019 entstand hier für die Werbebranche ein Schaden von 2,3 Milliarden US-Dollar.

Dieser Trend sei in den letzten Monaten wieder stark angestiegen, wie aus dem Bericht «State of Mobile Fraud 2019» von AppsFlyer hervorgeht. Vor allem bei sogenannten «Non-Organic-App-Installs» sei das Betrugsrisiko extrem hoch und liegt laut Studie weltweit bei 22,6 Prozent von über 2,5 Milliarden untersuchter Downloads.

Beim «Non-Organic-App»-Betrug geben die Publisher vor, dass sie einen Nutzer zum Download einer gewissen App bewegt haben, obwohl dieser Download entweder gar nicht stattfand oder von automatisierten Computerprogrammen, sogenannten Bots, gemacht wurde.

Laut Reshef Mann, CO-Founder und CTO von AppsFlyer, ist der Betrug bei App-Downloads ein reines Katz- und Maus-Spiel. Nachdem die Attacken im Sommer 2018 ein besorgniserregendes Niveau erreicht hatten, reagierten Dutzende Firmen mit Schutzmassnahmen. Seit April sei jedoch die nächste grosse Welle im Anmarsch, so Reshef Mann im Bericht weiter. «Der Betrug mit App-Downloads hat sich von Device-Farms mit reelen Geräten zu Geräteemulatoren und anderen hochentwickelten Bots und Systemen entwickelt, die grenzenlose Möglichkeiten haben.»

Dabei konzentrieren sich die Betrüger vor allem auf Finanz- und Reise-Apps. Laut Untersuchung könne nämlich vor allem in diesen Bereichen mit hohen Werbegeldern gerechnet werden, die sich Kriminelle erschleichen.

Allein bei Finanz-Apps sollen so über 750 Millionen Dollar an Werbegeldern an die App-Betrüger geflossen sein und zwar vor allem in den Ländern Vietnam, Indonesien und Indien.