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Dienstag
26.11.2013

Medien / Publizistik

Der Filmkritiker Florian Keller wechselt vom «Tages-Anzeiger» zur «Wochenzeitung» (WOZ), wie er selber auf Twitter verkündete.

«Ich werde am 1. April 2014 bei der WOZ starten», bestätigte Keller gegenüber dem Klein Report. Er übernehme, wie beim «Tages-Anzeiger», ein 80-Prozent-Pensum. Die restliche Zeit will Keller, der in diesen Tagen zum zweiten Mal Vater geworden ist, seiner Familie widmen.

Dass viele Journalisten von der WOZ zum Tagi wechseln, ist bekannt. Den umgekehrten Weg gehen eher wenige. Weshalb dieser Wechsel? «Ich habe nun vierzehn Jahre fast ununterbrochen als Filmkritiker für den `Tages-Anzeiger` gearbeitet, die letzten sieben Jahre als Redaktor», so Keller gegenüber dem Klein Report. «Jetzt habe ich grosse Lust auf etwas Neues - vor allem auch auf mehr publizistische Selbstbestimmung. Und die WOZ als genossenschaftlich organisierte Zeitung bildet ja mehr denn je so etwas wie eine real existierende Utopie in der Schweizer Medienlandschaft.»

Dafür nimmt Keller auch eine empfindliche Lohneinbusse in Kauf: «Natürlich hat mir das den Entscheid nicht gerade erleichtert, alles Andere wäre gelogen», so Keller. «Aber wenn ich immer zuerst aufs Geld schauen würde, wäre ich als Journalist sowieso im falschen Beruf.»

Bei der WOZ wird Keller als Kulturredaktor den zweiten Bund mitgestalten. Er freut sich darauf, «diesen Teil der WOZ gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen dort neu zu erfinden.»