Content:

Freitag
09.08.2019

Kino

Bundesrat Alain Berset über grenzüberschreitende Filmprojekte: «Koproduktionen erleichtern Filmvertrieb».

Die Schweiz gehört zu den europäischen Ländern mit dem höchsten Anteil an Koproduktionen: Bei der Eröffnung des Filmfestival Locarno band Bundesrat Alain Berset den grenzüberschreitenden Filmprojekten ein Kränzchen.


Koproduktionen erleichterten den Vertrieb von Filmen im Ausland und trügen zur Sichtbarkeit des Schweizer Filmschaffens an internationaler Festivals bei, sagte Innenminister Alain Berset an einem Mediengespräch beim Festivalauftakt in Locarno.

2018 seien rund 25 Filme zusammen mit anderen Ländern produziert worden. Koproduktionsabkommen bestehen zurzeit unter anderem mit Deutschland/Österreich, Frankreich, Italien, Kanada und Mexiko.

Die Filmstandortförderung des Bundes verzeichnete 2018 eine «leichte Zunahme» der Koproduktionen mit Dreharbeiten in der Schweiz. Seit die Schweiz 2014 beim Media-Förderprogramm der EU ausstieg, sollen «nationale Ersatzmassnahmen» die gröbsten Nachteile kompensieren. Neu soll ein überarbeitetes Beurteilungssystem in der Filmförderung Koproduktionen mehr begünstigen.

Mit einer Hommage an Freddy Buache hat am Mittwochabend auf der Piazza Grande das grosse Filmfest begonnen. Buache war langjähriger Direktor der Cinémathèque Suisse und Ende der 1960er Jahre Co-Leiter des Filmfestival von Locarno.

Während dem elftägigen Grossevent flimmern rund 250 Filme aus 60 Ländern über die Leinwände.