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Donnerstag
17. Mai 2012, 05:47
Filippo Leutenegger und Daniel Jositsch bringen Whistleblower-Fall vors Bundesgericht
00:35
Donnerstag
14.04.2011
Schweiz

Anfang Jahr sind Margrit Zopfi und Esther Wyler vom Zürcher Obergericht wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Die beiden Controllerinnen im Stadtzürcher Sozialdepartement hatten 2007 Akten an die «Weltwoche» weitergegeben, nachdem sie intern auf verschiedene Missstände aufmerksam gemacht hatten. Im erstinstanzlichen Urteil des Bezirksgerichts Zürich wurden Zopfi und Wyler noch freigesprochen. Sie hätten zwar das Amtsgeheimnis verletzt, aber überzeugend dargelegt, dass der Schritt an die Öffentlichkeit die einzige Möglichkeit gewesen sei, um über die Missstände zu informieren, hiess es unter anderem in der Urteilsbegründung.

Das sahen die Stadt Zürich und die Staatsanwaltschaft anders, die Whistleblower-Akte wurde vors Zürcher Obergericht gebracht. Und das befand: schuldig! Empörung allenthalben: Noch selten hat sich das gemeine Fussvolk so wegen eines Urteils aufgeregt.

Nach einer Analyse und erneut vielen Medienauftritten hatten Margrit Zopfi, Esther Wyler und ihr Rechtsanwalt Valentin Landmann von einem Weiterzug ans Bundesgericht in Lausanne Abstand genommen, obschon die beiden Frauen den «Prix Courage» der Zeitschrift «Beobachter» und viel Zustimmung aus dem Volk erhalten hatten.

Nun treten zwei weitere Kämpfer auf den Plan: FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger und SP-Nationalrat Daniel Jositsch. Für die beiden ist klar: Das kann es nicht gewesen sein! Leutenegger ist auf Zopfi und Wyler zugegangen und hat die beiden Frauen von einem Weiterzug ans Bundesgericht überzeugt. «Ich habe ihnen gesagt, dass ich die Finanzierung des Weiterzugs organisiere», erklärte Leutenegger am Mittwoch gegenüber dem Klein Report.

Kurzum setzte sich der Medienunternehmer mit Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch zusammen. «Jositsch hat das Mandat übernommen», erklärte Leutenegger gegenüber dem Klein Report das weitere Vorgehen. «Wir gehen vor Bundesgericht.» Daniel Jositsch übernimmt den Fall als Verteidiger.

Erfreut und erleichtert zeigte sich der Journalist Alex Baur von der «Weltwoche», der den Fall schweizweit publik gemacht hatte. Der hartnäckige Recherchejournalist hatte im Frühjahr 2007 von den beiden Controllerinnen zahlreiche Akten zugespielt bekommen, die von der Misswirtschaft im Zürcher Sozialdepartement zeugten. Daniel Jositsch und Filippo Leutenegger seien ein Glücksfall, sagte Alex Baur gegenüber dem Klein Report: «Ich hoffe, dass jetzt auch noch der Hinterste und Letzte endlich begreift, dass es in diesem Fall nie um Parteipolitik ging und auch nicht um Blocher gegen Stocker, sondern um die Sache.»

Baur weist darauf hin, dass Strafrechtsprofessor Jositsch in einem analogen Fall bereits vor drei Jahren zum Schluss gekommen war, dass die vom Obergericht vertretene Rechtsauffassung zur Whistleblower-Problematik nicht mehr zeitgemäss sei. Wenn das Bundesgericht der Rechtsauffassung von Jositsch folge, wäre dies ein wichtiges Signal. Sonst müsse man halt die Gesetze ändern. Es könne ja nicht sein, dass der Überbringer der schlechten Nachricht verurteilt und die Missetäter geschützt würden, wie dies nach der Logik des obergerichtlichen Schuldspruchs der Fall sei.

Die Stellungnahme der ehemaligen Controllerinnen und Prix-Courage-Trägerinnen auf der «Weltwoche»-Webseite

Mehr zum Fall Zopfi/Wyler:

Am 28.3.2008: Zürcher Sozialdepartement widersprich «Weltwoche»-Vorwürfen

Am 3.3.2008: Untersuchung gegen «Weltwoche»-Informantinnen aufgenommen
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Weitere Artikel - Donnerstag 14.04.2011
23:00 Zwei neue Beraterinnen für Contcept GmbH
Donnerstag
14.04.2011
Schweiz

Die Contcept GmbH ist in neue Büroräumlichkeiten an der Hardturmstrasse gezogen. Wie die Zürcher Kommunikationsagentur am Donnerstag mitteilte, wurde das Team bei dieser Gelegenheit mit der Senior-Beraterin Katja Richard und der Junior-Beraterin Tanja Bulatovic ergänzt.

Katja Richard war zuletzt für die Pressearbeit beim Zurich Film Festival verantwortlich. Bei der PR-Agentur Contract Media betreute die 41-Jährige vorher als Beraterin Mandate aus dem Konsumgüter- und Luxusbereich wie Vichy, Dim, Phonak oder Parship.ch. Zuvor arbeitete sie mehrere Jahre lang als Journalistin im Bereich Lifestyle und Gesellschaft, so unter anderem beim «Blick» und bei derweiter lesen...

19:03 3sat mit neuem «Dreiklang»-Design
Donnerstag
14.04.2011
Ausland

Das Drei-Länder-Programm 3sat bekommt ein neues Design. «Trialog» lautet das Leitmotiv für die neuen Senderkennungen, die 3sat ab Samstag, 16. April, zeigt. «Die neuen Senderkennungen erzählen kurze Geschichten von Dreiklängen», teilte der Sender am Donnerstag mit. Der «Trialog» zeigt beispielsweise drei Menschen aus drei Generationen, die aufeinandertreffen, oder die Facetten des eigenen Ichs im Sinne von «Me, Myself and I».

Bei letzterer Darstellungsweise handle es mich mal um den Spagat zwischen Ballett und Streetdance bei einer Tänzerin, mal um eine «persönliche Mondlandung» in der nächtlichen Innenstadt. «Diese `Trialoge` verleihen der Drei eine Lebendigkeit mit hintersinnigem Interpretationsraum. Es sind soziale Skulpturen, nicht linear montiertweiter lesen...

17:15 SF-Pressechef David Affentranger wechselt zu Ikea
Donnerstag
14.04.2011

David Affentranger leitet seit Anfang April die PR- und Kommunikationsabteilung von Ikea Schweiz. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und steht den Bereichen interne Kommunikation, externe PR und Soziales Engagement & Umwelt vor. David Affentranger arbeitete in den letzten sechs Jahren als Pressechef für das Schweizer Fernsehen, wo er für die gesamte Programmkommunikation und die Beratung aller Redaktionsleitenden und Moderatoren zuständig war.

Vor seiner Tätigkeit bei SF hat David Affentranger als Kommunikationsberater und Mediensprecher für die Baudirektion des Kantons Zürich gearbeitet. Während dieser Zeit schloss er erfolgreich die Managementausbildung zum eidg. dipl. PR-Berater ab. Das PR-Handwerk von Grund auf erlernte er bei den beiden Kommunikationsagenturenweiter lesen...

16:10 Kanton Uri ruft zur Teilnahme am «Schweizer Familie»-Voting auf
Donnerstag
14.04.2011
Schweiz

In der Verwaltung des Kantons Uri kümmern sich die Beamten noch um die wirklich wichtigen Anliegen. So verschickte die Staatskanzlei Uri am Mittwoch ein Mail mit Hintergrundinformationen zum nächsten Abstimmungssonntag. Gemeint war allerdings nicht der Sonntag, 15. Mai, an dem sich die Urnerinnen und Urner in einer kantonalen Volksabstimmung zum geplanten Bau einer neuen Gotthardröhre äussern können. Das Mail rief stattdessen dazu auf, bis am Samstag, 16. April, an einer mindestens ebenso wichtigen Abstimmung der «Schweizer Familie» teilzunehmen.

«Am Samstag, 17. September 2011, findet der 4. Nationale Wandertag statt. Derzeit läuft eine Abstimmung der Leserinnen und Leser der `Schweizer Familie`, wo dieser durchgeführt wird. Im Final stehen drei Destinationen: Die Lenzerheide, das Neckertal und die Ferienregion Uri. Den Zuschlag erhält diejenige Region, welche die meisten Stimmen erhält», schreibt die Staatskanzleiweiter lesen...