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Montag
06.01.2020

Medien / Publizistik

Dank engagierter Aktivistinnen, Bloggerinnen und dem Hashtag #Tamponsteuer, sowie Stars wie Lena-Meyer-Landrut, Jan Böhmermann oder Charlotte Roche haben viele Drogerieketten die Preise für Tampons, Binden und andere Periodenartikel gesenkt.

Tampons, Binden und Co. unterliegen nicht mehr der deutschen Luxussteuer: Beide Parlamentskammern haben der Änderung zugestimmt.

Schottland ging letztes Jahr viel weiter: 5,2 Millionen Pfund wurden von der Regierung bereitgestellt, um die «Period Poverty» einzudämmen. Allen Studentinnen werden in Schottland Binden und Tampons gratis abgegeben. Dies nach einer Studie, die festhielt, dass Mädchen und Frauen aufgrund ökonomischer Engpässe Tampons viel zu lange benutzten oder ihre Periode ohne «sanitary products» frei laufen liessen. Tampons und Binden sind in Schottland darüber hinaus in den Toiletten öffentlicher Gebäude frei verfügbar.

In der EU kennt nur Irland keine Tamponsteuer, alle anderen Länder erheben Steuern auf Hygieneartikel.

Die Schweiz erhebt auf Tampons immer noch eine Steuer von 7,7 Prozent. Die Motion vom 12. Dezember 2018 von Nationalrat Jacques-André Maire zur Reduktion der Steuer ist noch hängig.

Bundesrat Ueli Maurer sprach sich vorsorglich schon mal dagegen aus mit dem Argument, dass der Bundeskasse 50 Millionen entzogen würden, «ohne dass sich dies bei den Betroffenen im Portemonnaie wirklich niederschlagen würde».