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Donnerstag
21.10.2021

Digital

Auch bei Swisscom hat man bereits eine Vorstellung, wie Metaverse in Zukunft aussehen wird... (Bild: Swisscom)

Wenn man zurückblickt, was sich im Bereich Internet in den letzten fünf Jahren getan hat, dann lässt es sich leicht ausrechnen, wie sich die Entwicklungen in den kommenden fünf Jahren noch einmal überschlagen werden.

Metaverse heisst das Ding, mit welchem uns die Zukunftsforscher aus dem Hause Facebook bis spätestens 2026 beglücken wollen. Dafür will der Konzern von Mark Zuckerberg allein in Europa 10'000 neue Jobs schaffen.

«Hoch qualifizierte Arbeitsplätze» sollen es sein, um die virtuelle Welt Metaverse aufzubauen. Das kündigte Facebook-Topmanager Nick Clegg in einem Blogeintrag an. «Diese Investition ist ein Vertrauensbeweis in die Stärke der europäischen Techindustrie und das Potenzial europäischer Techtalente», schrieb Clegg. Dieser war vor seinem Job als Leiter Unternehmenskommunikation von Facebook Vizepremier in England und Parteichef der Liberal Democrats.

Und was ist Metaverse? Clegg versucht die Plattform der Zukunft zu umschreiben mit einer neuen Phase «vernetzter virtueller Erfahrungen mithilfe von Technologien wie virtueller und erweiterter Realität». Oder einfacher gesagt: Die physikalische Realität verschmilzt mit erweiterter (augmented reality, AR) und virtueller Realität (VR) in eine neue Cyberwelt.

Der Begriff Metaverse stammt vom US-Schriftsteller Neal Stephenson, der ihn erstmals im Jahr 1992 in seinem Science-Fiction-Roman «Snow Crash» verwendet hat.

Natürlich ist Facebook nicht das einzige Unternehmen, das an dieser Zukunft tüftelt. Die neue Welt, in der sich Nutzer treffen, Geld ausgeben, Medien konsumieren und möglicherweise sogar arbeiten können, wird als Projekt von Facebook aber als zentral für die Zukunft des Konzerns angesehen.

Da passt es auch, dass in diesen Tagen weitere Spekulationen durch den Raum schwirren. Demnach plane Unternehmenschef Mark Zuckerberg auf der nächsten Connect-Konferenz am 28. Oktober einen neuen Markennamen zu enthüllen. Das jedenfalls will das US-Technikportal und Mediennetzwerk «The Verge» unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person in der Kristallkugel gelesen haben.

Facebook werde durch die Änderung des Namens neben seinen Diensten Instagram, Whatsapp, Oculus und weiteren Plattformen unter einer Muttergesellschaft positioniert, hiess es weiter. Facebook erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen kommentiere Gerüchte und Spekulationen nicht.

Der Klein Report meint: Es wird wohl nicht Fakebook sein, der als Name das gute alte Facebook in Zukunft ersetzen soll.