Content:

Freitag
08.10.2021

Kino

Julia Peressild, Regisseur Klim Schipenko und Kosmonaut Anton Schkaplerow (Mitte) bei einer Pressekonferenz vor dem Flug zur Raumstation ISS... (Bild: Roskosmos)

Noch ist James Bond daran, das Publikum mit exotischen Schauplätzen rund um die Welt ins Kino zu locken. 66 Drehorte in 15 Ländern auf fünf Kontinenten kann «No Time To Die» auflisten. Nicht dabei ist ein Ort, mit dem nun der russische Staatssender Perwyl Kanal auftrumpfen will.

Nicht weniger weit entfernt als in der Raumstation ISS soll bei dieser Produktion nämlich gedreht werden. Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sind die Schauspielerin Julia Peressild und Filmregisseur Klim Schipenko mit dem Kosmonauten Anton Schkaplerow am Dienstag an Bord einer russischen «Sojus»-Kapsel zum exklusiven Drehort aufgebrochen. Dort sind sie nach etwas mehr als drei Stunden Flug eingetroffen - was schlau kalkuliert ungefähr die Hälfte eines Fluges von New York nach Hollywood ausmacht.

Laut Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos soll zwölf Tage lang auf der ISS am Aussenposten der Menschheit im All gedreht werden. In dem Streifen mit dem Arbeitstitel «Wysow» («Die Herausforderung») geht es um eine Ärztin (dargestellt von Peressild), die einen erkrankten Kosmonauten behandeln soll, dessen körperlicher Zustand für einen Heimflug zur Erde zu schlecht ist.

Produziert wird der Streifen von Roskosmos gemeinsam mit dem Staatssender Perwy Kanal. Und weil ja der Weltraum gerne auch als Schauplatz für den Kalten Krieg herhalten muss, planen natürlich auch die USA ebenfalls einen Dreh auf der ISS-Plattform.