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Mittwoch
04.09.2019

Digital

«Gegengewicht zu aussereuropäischen Apps»

Sieben europäische Zahlungs-Apps haben sich zu einer Allianz verbündet. Zusammen wollen sie gegenüber den US-Apps von Visa, Google und Apple Terrain gewinnen.

Anfang August haben sieben europäische Zahlungsdienstleister die European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) gegründet, wie aus einem Kommuniqué vom Dienstag hervorgeht. Dazu gehören unter anderem Twint aus der Schweiz, Mobile Pay aus Finnland und Dänemark sowie das deutsche Start-up Bluecode, hinter dem als einzigem der Allianzpartner keine Bank steht.

Ihr Ziel: Sie wollen ihre Systeme so verlinken, dass Bankkunden auch in anderen europäischen Ländern mit ihren Smartphone-Apps bezahlen können. So soll laut der Zeitung eine Alternative entstehen, die unabhängig von Google, Apple, Visa oder Mastercard funktionieren soll. 

Entstehen soll ein «Gegengewicht zu aussereuropäischen Systemen, die immer stärker in den Zahlungsverkehr Europas eindringen». Bisher waren die europäischen Pay-Apps nur auf nationalem Terrain zu nutzen, die Apps der US-Konzerne dagegen fast überall.

Die sieben Allianzpartner versammeln zusammen rund 20 Millionen Kunden. Sitz der Vereinigung ist Zürich.

Die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank hatten sich in letzter Zeit immer wieder für «europäische Lösungen» ausgesprochen, zuletzt im Zusammenhang mit der geplanten Facebook-Währung Libra.