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Dienstag
02.06.2020

Medien / Publizistik

Andrea Sterchi und Anne-Marie Weder

Informationen sind wichtig. Besonders, wenn das Corona-Virus das Leben auf den Kopf stellt. Was gibt es Neues? Was passiert gerade? Wie geht es weiter? In Zeiten der Krise steigt unser Bedürfnis nach Informationen. Nicht alle können aber alles verstehen.

Nach dem Grundsatz «Lesen und Verstehen – ohne Barrieren» richtet sich jetzt eine neue Newsplattform infoeasy-news.ch an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Online angesprochen werden auch Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist oder solche mit einer Beeinträchtigung ihrer Sprachkompetenz.

«Alle Menschen, die Mühe haben, komplexere Texte zu verstehen, sollen sich auf infoeasy selbständig und ohne fremde Hilfe informieren können», fasst es eine Mitteilung zusammen. Das Informationsangebot ist kostenlos und finanziert sich vorerst über Crowdfunding. Das Pilotprojekt soll stetig wachsen und bald um allgemeine News aus dem In- und Ausland erweitert werden.

Hinter infoeasy stehen Anne-Marie Weder, Übersetzerin Leichte Sprache, Deutschlehrerin und Kulturvermittlerin, zusammen mit Andrea Sterchi, Journalistin und Übersetzerin/Coach Leichte Sprache. Ihre Redaktion überträgt Beiträge aus verschiedenen Quellen wie Medien, Websites oder Wissensplattformen in Leichte Sprache. Ein Link am Ende jedes Beitrags verweist jeweils auf den Originalbeitrag in der Standardsprache.

«Ein abwechslungsreicher Themenmix ist uns wichtig. Damit wir ein möglichst breites Angebot bieten können», sagt Andrea Sterchi. Bei der Auswahl richte sich die Redaktion nach journalistischen Kriterien wie Ausgewogenheit. Per Kommentar-Funktion können die Lesenden die Beiträge bewerten. «Der direkte Austausch ist uns wichtig. Nur so können wir unser Angebot laufend verbessern.»

Weder und Sterchi haben zusammen auch die Agentur «PassePartout» für barrierefreie Kommunikation gegründet. Anne-Maria Weder meint dazu: «Heute dreht sich alles um den User und die User-Experience. Da ist eine barrierefreie Kommunikation eigentlich eine Selbstverständlichkeit.»