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Dienstag
26.03.2019

Medien / Publizistik

Gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet

Die rätoromanische Medienlandschaft organisiert sich neu: Zur Sicherung ihrer Existenz wollen die privaten Zeitungen künftig Hand in Hand mit der subventionierten Nachrichtenagentur Agentura da Novitads Rumantscha (ANR) und dem SRG-Sender Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) zusammenarbeiten.

RTR-Direktorin Ladina Heimgartner, die Agentura da Novitads Rumantscha (ANR) sowie die Zeitungen «Posta Ladina», «La Quotidiana» und «La Pagina da Surmeir» haben am Montag eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, die eine enge Kooperation zwischen den Partnern vorsieht.

Das Ziel des Projektes «Medias rumantschas 2019»: Doppelspurigkeiten bei der Arbeit von Privaten, ANR und RTR sollen durch eine bessere Zusammenarbeit und Aufgabenteilung vermieden werden. Die so eingesparten Ressourcen könnten dann in die Qualität des Journalismus investiert werden, heisst es.

Zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die rätoromanische Nachrichtenagentur ANR, die aktuell jährlich mit 1,2 Millionen Franken vom Bund und dem Kanton Graubünden subventioniert wird. Die ANR soll dazu in die unabhängige Stiftung «Fundaziun da medias rumantscha» (FMR) umgewandelt werden, schrieb RTR am Montag.

Die Redaktion der neuen Stiftung FMR soll sich künftig auf eher ausgedehnte regionale und überregionale Themen konzentrieren, während RTR den News- und Aktualitätenbereich abdecken würde. Auf einer gemeinsamen Plattform, die von der FMR betrieben wird, sollen die Inhalte von FMR und RTR den privaten Partnermedien gratis zur Verfügung gestellt werden.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben soll die künftige «Fundaziun da medias rumantscha» von Bund und Kanton mehr Geld erhalten als die heutige Nachrichtenagentur ANR. So sieht es das Konzept vor, das unter der Leitung der Lia Rumantscha erarbeitet wurde.