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Donnerstag
8.3.2007

Der «Schweizer Presserat» erhält mit dem 61-jährigen Journalisten Dominique von Burg («Tribune de Genève») einen neuen Präsidenten als Nachfolger für den Ende 2007 zurücktretenden Peter Studer (ex Schweizer Fernsehen und «Tages-Anzeiger»). Dies teilt die Stiftung «Schweizer Presserat» in einer Medienmitteilung vom Donnerstag mit. Der neue Präsident war während 20 Jahren beim Westschweizer Fernsehen (u. a. Reporter bei «Temps Présent», Chefredaktor des «Téléjournal», Produzent von «Droit de cité») und bis Herbst 2006 Chefredaktor der «Tribune de Genève». Seither arbeitet er in der Lokalredaktion der Zeitung. Er gehört dem Presserat seit dem Jahr 2000 als Mitglied der 2. Kammer an.

Im Gespräch mit dem Klein Report kündete Dominique von Burg eine gewisse Gewichtsverschiebung beim Presserat unter seiner Führung an. Es gehe ihm nicht nur darum, wie bisher Stellungnahmen zu konkreten Beschwerden zu erlassen, sondern vermehrt auch Reflexionen zu allgemein interessierenden medienpolitischen Fragen zu erarbeiten. So müsse man sich kritisch mit der aktuellen Situation um den Persönlichkeitsschutz namentlich beim Fotografieren befassen. «Da ist nicht alles positiv, was in jüngster Zeit passiert ist», sagte er. - Siehe auch: Immer mehr medienethische Diskussionen