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Samstag
16.12.2017

Medien / Publizistik

Kompetenzzentren Zürich, Bern & Lausanne

Der Total-Umbruch bei Tamedia ist fürs Erste abgeschlossen. Nach wochenlangen Planungen der Mantelredaktionen wissen nun alle Mitarbeitenden, in welcher Funktion und wo sie nach Silvester arbeiten werden. Insgesamt 27 von ihnen arbeiten ab dem nächsten Jahr in einer anderen Stadt.

Das Medienecho war gross, die Kritik der Journalistengarde, der Politik und der eigenen Mitarbeitenden laut. Seit der Verkündung der geplanten Restrukturierungen mit überregionalen Kompetenzzentren in Zürich, Bern und Lausanne bläst Tamedia ein rauer Wind entgegen. 

Beirren liess sich der Zürcher Medienkonzern davon nicht. Die Neuorganisation wurde wie angekündigt durchgezogen. Für grosses Unbehagen sorgte dieser Restrukturierungsprozess vor allem bei den eigenen Mitarbeitenden, von denen einige noch bis vor Kurzem über ihre eigene Zukunft im Dunkeln tappten.

Nun wissen aber alle, in welchen Ressorts sie ab dem neuen Jahr arbeiten werden, versicherte Kommunikationschef Christoph Zimmer auf Nachfrage des Klein Reports. «Insgesamt werden für die überregionale Redaktion von Tamedia in der Deutschschweiz rund 180 Mitarbeitende tätig sein, hauptsächlich an den beiden Standorten Bern und Zürich.»

Für den französischsprachigen Mantel-Content seien knapp 60 Mitarbeitende im Einsatz. Das Kompetenzzentrum in der Romandie steht in Lausanne, daneben verfüge das Medienhaus über einen weiteren Standort mit Arbeitsplätzen in Genf.

Im Bereich Editorial Services - der Layout, Textproduktion, Bildredaktion, Fotografie und Korrektorat vereint - beschäftigt Tamedia weitere 150 Mitarbeitende an den Standorten Bern, Bülach, Lausanne, Wädenswil, Winterthur und Zürich.

Für das Pendant in der Westschweiz sind knapp 65 Mitarbeitende in Genf und Lausanne im Einsatz. «Dazu kommen natürlich noch die Redaktionsmitglieder der verschiedenen Titel, die nicht für die Mantelinhalte zuständig sind», sagte Christoph Zimmer weiter.

Mühsam gestaltet sich die Reorganisation vor allem für die Angestellten, die neu in einer anderen Stadt arbeiten. «In der Deutschschweiz wechseln 17 Mitarbeitende ihren Arbeitsort, hauptsächlich von Bern und Winterthur nach Zürich. In der Romandie wechseln rund 10 Mitarbeitende von Genf nach Lausanne», so der Tamedia-Sprecher.

Doch wie funktioniert eigentlich die Koordination zwischen den Kompetenzzentren und den einzelnen Redaktionen? «Der Tagesleiter der Redaktion Tamedia wird sich mehrmals täglich mit den Verantwortlichen in den verschiedenen Titelredaktionen absprechen, mit Videokonferenzen und über die Planungstools», erklärte Zimmer den Ablauf.