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Mittwoch
28.9.2016

Medien / Publizistik

Der Studer/Ganz-Preis 2016 geht an Barbara Schibli für ihr Manuskript «Flechten». Der Preis für das beste unveröffentlichte deutschsprachige Prosadebüt ist mit 5000 Franken dotiert und verbunden mit einer Veröffentlichung im Dörlemann Verlag Zürich, wie die Studer/Ganz-Stiftung in einer Medienmitteilung schreibt. 

Der Klein Report hat Barbara Schibli zum Studer/Ganz-Preis gratuliert: «Privat habe ich den Preis bereits gefeiert», so Schibli. «Jetzt kann ich die Auszeichnung auch noch mit Kollegen und Schüler und Schülerinnen an der Kantonsschule Baden feiern», erzählt Schibli, die an der Kanti Baden ein 50-Prozent-Pensum als Deutschlehrerin innehat.

«Ich teile meine Freude gerne, denn so kann ich auch denen etwas zurückgeben, die mich beim Schreiben tatkräftig unterstützt haben», erklärt die 40jährige Lehrerin, die bereits mehrfach für ihr literarisches Schreiben ausgezeichnet wurde.

Im Roman von Barbara Schibli sei, so die Begründung der Jury, eine neue literarische Stimme zu vernehmen. Die Autorin erzählt von einem Schwesternpaar – es handelt sich um eineiige Zwillinge – und von deren gegenseitiger Abhängigkeit.

Barbara Schibli überzeugt in ihrem Roman mit überraschenden Bildern und Metaphern, ihr Schreiben trägt eine eigene poetische Handschrift. Es gelingt ihr, Familienforschung mit natur-wissenschaftlicher Forschung zu verbinden.

Dabei werden Zürich, Bever und Finnland gleichermassen Schauplätze botanisch-poetischer Erkundungen der Flechten- und «Zwillingsforscherin» Anna und der Fotografin Leta.

Der Studer/Ganz-Preis für den besten unveröffentlichten Erstling wurde im Frühjahr 2016 zum sechsten Mal ausgeschrieben. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger waren: Simona Ryser (2006), Roman Graf (2008), Maja Peter (2010) und Henriette Vásárhelyi (2012). Vor zwei Jahren, 2014, verzichtete die Jury darauf, ein Manuskript auszuzeichnen.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 24. November 2016 im lit.z Literaturhaus Zentralschweiz in Stans statt. Die Laudatio hält Ruth Gantert, Barbara Schibli wird aus ihrem prämierten Manuskript vorlesen.