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Dienstag
24.07.2018

TV / Radio

Der frühere Radio-24- und Radio-1-Moderator David Karasek ist wieder in der Schweiz. Nach drei Jahren in Bogotá startet der Radio- und Fernsehjournalist im September bei Radio SRF 4 News.

Der 40-Jährige wird beim SRF-Nachrichtensender mit einem 80-Prozent-Pensum als Produzent arbeiten.

«Ich freue mich auf die anregende Atmosphäre, das Weltgeschehen in tönende Worte zu fassen», sagte David Karasek gegenüber dem Klein Report zu seiner neuen Herausforderung.

Während seiner Zeit in Kolumbien hat der Zürcher regelmässig Reportagen produziert – etwa für Radio SRF 4 News oder für das Fernsehen SRF. Seine «Reporter»-Dokumentation mit dem Titel «Flavio und die Machos» wurde im Juni ausgestrahlt.

Vor gut einem Monat begannen mit Radio SRF 4 News Gespräche über eine mögliche Anstellung. Nun ist man sich sich einig geworden, und Karasek startet Anfang September als Produzent. Der Klein Report wollte vom früheren Tele-Züri-VJ wissen, ob es ihn nicht mehr zum Fernsehen ziehe: «Zurzeit kann ich mir nichts Besseres vorstellen, als beim einzigen News-Radio der Schweiz zu arbeiten.»

David Karasek ist Vater geworden und will dieses Glück mit seiner Familie und seinen Freunden hier in der Schweiz geniessen. Um möglichst oft bei seinen Kindern zu sein, wird Karasek meistens von Zürich aus pendeln, sich aber auch ein Zimmer in Bern mieten.

In Kolumbien hat der Medienmann das Funktionieren der öffentlichen Politik und eine gute Infrastruktur vermisst. «In der Schweiz sind die meisten Strassen befahrbar, die Spitäler funktionieren, und das Vertrauen in die Institutionen ist gross», so Karasek. Das Gegenteil sei in Kolumbien der Fall: «Die Städte sind zum Teil in einem miserablen Zustand, und die Bürgerinnen und Bürger haben null Vertrauen in die staatlichen Institutionen und in die Politik.» Was er hier in der Schweiz sehr vermissen werde, sei die Offenheit und die Herzlichkeit der Kolumbianer.

In Kolumbien hat David Karasek hauptsächlich an seinem Master in Politologie an der politologischen Fakultät der Universität Javeriana in Bogotá gearbeitet. «Das hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen – vor allem, da die Vorlesungen in Spanisch waren.» Momentan beendet er seine Masterarbeit, die er im November einreichen wird. Titel: «Wie thematisieren die Radiostationen der ehemaligen FARC-Rebellen den Friedensprozess in Kolumbien».