KleinReport Der Mediendienst der
Schweizer Kommunikationsbranche.
Erscheint täglich, 6-mal die Woche
Sonntag
26. Mai 2013, 05:30
Daniel Treichler: «Reaktionen haben mich nicht erstaunt»
13:01
Dienstag
07.08.2012
Schweiz

Der Film «Image Problem» hat bei seiner Premiere am Filmfestival Locarno einigen Wirbel ausgelöst. Daniel Treichler, Geschäftsführer von Frenetic Films, das den satirischen Dok-Film in den Verleih aufgenommen hat, erklärt dem Klein Report, wie er auf die Produktion aufmerksam wurde, und stellt sich der Kritik.

Wie wurden Sie auf den Film «Image Problem» aufmerksam?
Daniel Treichler: «Das war schon, bevor der Film gedreht wurde. Die Regisseure haben uns kontaktiert und sie waren uns von Beginn weg sympathisch und das Drehbuch fanden wir sehr interessant.»

Was gefällt Ihnen am Film, so wie er jetzt geworden ist?
Treichler: «Der Film steht quer in der Filmlandschaft. Er ist frisch und frech. Ich wüsste nicht, welche anderen Filme in letzter Zeit gedreht wurden, die ähnlich von der Norm abweichen.»

Der Film flaut in der Mitte mit den inszenierten Szenen aber etwas ab, lautete die Kritik bei der Nachbesprechung beim Fevi ...
Treichler: «... Ja, die Regisseure schalten einen Gang runter und der Film ist weniger dicht, aber ich sehe das nicht unbedingt negativ. Am Schluss geben sie schliesslich nochmals richtig Gas.»

Die härtere Kritik lautete aber, dass der Film dann doch zu frech ausfiel und im Film Personen der Lächerlichkeit preisgegeben wurden.
Treichler: «Das sehe ich nicht so. Sie spielen mit dem Thema Image, indem sie über die Personen ein Bild zeichnen. Das kommt immer verschieden an. Die einen finden es vielleicht lächerlich, eine Ausländerin, die an der Pressekonferenz im Fevi anwesend war, lobte den Film hingegen, weil er zeigt, dass Schweizer auch Humor haben.»

Hatten Sie mit solchen zum Teil heftigen Reaktionen gerechnet?
Treichler: «Es war von Beginn weg klar, dass der Film polarisiert. Die Reaktionen haben mich insofern nicht erstaunt. Die Presse wird geteilter Meinung sein und es wird Anlass zu Diskussionen geben.»

Glauben Sie, dass der Film eine breite Kontroverse über das Image der Schweiz auslösen kann?
Treichler: «Das kommt darauf an, sicher müssten ihn sich die Politiker ansehen. Aber klar, er soll Diskussionen anregen. Dass man zumindest über das Thema nachdenkt.»

Weitere Artikel - Dienstag 07.08.2012
14:10 Apple-Support gibt Hackern iCloud-Passwort
Dienstag
07.08.2012
Ausland

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Technik-Blogs Gizmodo ist Opfer von Hackern geworden. Die Hacker haben sich den Zugang aber nicht über eine technische Sicherheitslücke beschafft, sondern einfach beim Apple-Support nachgefragt - und das Passwort tatsächlich erhalten. Mit den Zugangsdaten verschafften sie sich nicht nur Zugang zur iCloud des Opfers, sondern gelangten auch an die Social-Media-Accounts.

Aufgeflogen waren die Hacker, weil sie über den Twitter-Account des Tech-Blogs rassistische Botschaften verbreiteten und weil der ehemalige Gizmodo-Mitarbeiter feststellte, dass der oder die Täter, die sich Clan W3 nennen, seine Daten aufweiter lesen...

13:04 Deutschlandradio mit peinlicher Panne
Dienstag
07.08.2012
Ausland

Deutschlandradio hat einen deftigen Kommentar von Klaus Pokatzky über Hellmut Königshaus, den Wehrbeauftragten des Bundestags, zwischenzeitlich vom Netz genommen. Der Journalist enervierte sich, weil Königshaus das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten lieber vor dem Reichstag statt auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin abgehalten hätte.

Damit habe der Wehrbeauftragte die Bundeswehr-Freiwilligen beleidigt und den Widerstand gegen Hitler verhöhnt, so Pokatzky. Denn die Zeremonie wird in Gedenken an den Widerstand jedesweiter lesen...

13:02 Cinésuisse hat mit Matthias Aebischer wieder einen Präsidenten
Dienstag
07.08.2012
Schweiz

Seit 2005 hatte Cinésuisse keinen Präsidenten mehr. Nun aber ist Matthias Aebischer an der Mitgliederversammlung in Locarno an die Spitze des Verbandes gewählt worden. Aebischer folgt damit auf den Berner Stadtpräsidenten und SP-Nationalrat Alexander Tschäppät, der das Amt vor sieben Jahren abgab. Zwischenzeitlich war das Amt «aus Gründen der Organisationsstruktur» nicht besetzt worden, wie es in der Mitteilung des Dachverbands der Schweizerischen Film- und Audiovisionsbranche heisst.

Matthias Aebischer ist wie Tschäppät Nationalrat der sozialdemokratischen Partei. In dieser Funktion ist er Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur. Der ehemalige Produzent, Redaktor undweiter lesen...

12:18 Radio Top lanciert interaktiven Polit-Talk
Dienstag
07.08.2012
Schweiz

Radio Top will seine Zuhörer in die Diskussionsrunde zu den Winterthurer Stadtratswahlen miteinbeziehen. Bei der Talkrunde mit den vier Kandidaten, die sich für den siebten Sitz im Stadtrat bewerben, können sie über Facebook und per Telefon mitdiskutieren. Wer will, kann seine Fragen an die Politiker Barbara Günthard-Meier (FDP), René Isler (SVP), Simon Walter (Juso) undweiter lesen...