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Dienstag
10.09.2019

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«Neue, progressive Bildsprache.» © W. Spiller

Grosse Ehre für den Zürcher Fotografen Daniel Bolliger: Zusammen mit Cara Anne Specker ist er Hauptkurator der photo20 Zürich. Mit über 7000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und im letzten Jahr 27'000 Besuchern ist photo20 eine der grossen Werkschauen für Fotografie in der Schweiz.

«Ich sagte sofort zu, da ich schon lange eine Ausstellung kuratieren wollte. Das ist für mich eine riesengrosse Chance», erzählt Daniel Bolliger dem Klein Report von dem Moment, als Blofeld-CEO und Mitorganisator Michel Pernet bei ihm für die photo20 angefragt hatte.

Bolliger, der selber immer wieder gerne seine Bilder an der Werkschau in Zürich ausgestellt hatte, verbindet eine langjährige professionelle Beziehung mit dem PR-Berater Pernet. «Erstmals wurde ich im Dezember 2005 eingeladen, bei der photo06 auszustellen. Da das Ganze sehr kurzfristig war, musste ich meine besten Bilder der vergangenen Jahre mit einer Polaroid-Kamera auf dem Bildschirm abfotografieren», blickt Bolliger schmunzelnd zurück.

Etwa sechs Stunden habe er gebraucht, bis er zusammen mit Andy Bohli von der Imaculix AG die etwa 250 Polaroid-Bilder aufgeklebt hatte. «Michel Pernet redet heute immer noch von dieser Arbeit», sagt Daniel Bolliger über die spontane Aktion, die sich bei den Machern der Fotografie-Werkschau ins Gedächtnis eingebrannt hatte.

Auch als Hauptkurator will er der Ausstellung im Januar 2020 seinen persönlichen Stempel aufdrücken. «Ich versuche, frische Kreative zu finden, da sich die Fotografie in einem Wandel befindet. Ich bin interessiert an neuen, progressiven Bildsprachen», schildert er dem Klein Report seine Ideen.

Die beiden Lead-Kuratoren Daniel Bolliger und Cara Anne Specker werden in ihrer Arbeit von Co-Kurator Joshua Amissah unterstützt. Sie übernehmen die Herkulesaufgabe, von allen teilnahmeberechtigten Profi- und Amateur-Fotografen aus den Bereichen Presse, Werbung und Kunst etwa 250 Künstler für die Ausstellung auszuwählen.