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Donnerstag
05.03.2020

IT / Telekom / Druck

In Absprache mit Gesundheitsorganisationen

Facebook hat auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert: Mark Zuckerberg will die Verbreitung von Falschinformationen im sozialen Netzwerk stoppen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dabei helfen, ihrerseits akkurat über die Gefahren informieren zu können.

Gesundheitsorganisationen wie die WHO würden auch mit Gratiswerbeplätzen unterstützt. Und die von Facebook gesammelten Mobilitätsdaten sollen sogar dabei helfen, die Ausbreitung des Virus besser zu verstehen. Dazu werden sie der Forschung zur Verfügung gestellt.

«Das ist nun zu einer globalen Herausforderung geworden. Wir haben die letzten Monate daran gearbeitet, mit Gesundheitsautoritäten unsere Massnahmen zu koordinieren», wird Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch in einer Mitteilung zitiert.

Ziel sei es, dass über das soziale Netzwerk von Facebook «glaubwürdige und akkurate» Informationen zugänglich sind. «Das ist entscheidend in einer Notfallsituation, insbesondere wenn es um Vorkehrungen geht, das Risiko einer Infektion zu reduzieren.»

Konkret werde Facebook den nationalen Gesundheitsministerien, der WHO oder dem Unicef dabei helfen, ihre Informationen betreffend Coronavirus schnell und zielgerichtet zu verbreiten. «Wir geben der WHO so viele Gratiswerbungen, wie sie braucht», so Zuckerberg.

Umgekehrt sollen Falschmeldungen über das Coronavirus eingedämmt werden. «Wir entfernen falsche Behauptungen oder Verschwörungstheorien, die von führenden globalen Gesundheitsorganisationen markiert werden.»

Auch Werbungen von Personen und Firmen, die aus dem Coronavirus mit falschen Versprechen Profit schlagen wollen, würden gestoppt. Dazu gehört etwa die Behauptung, dass ein Produkt die Corona-Krankheit heilen könne.

Schliesslich soll Facebook auch bei der Erforschung der Ausbreitung des Coronavirus nützlich sein. Dazu würden anonymisierten Daten - beispielsweise Mobilitätsdaten und Bevölkerungsdichte-Karten - bereitgestellt.