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Dienstag
18.09.2018

IT / Telekom / Druck

Kommentare gelöscht, Accounts entsperrt

Amazon-Mitarbeiter sollen Kundendaten gegen Schmiergeld verkauft haben. Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» hätten chinesische Händler mithilfe der Daten versucht, ihre Online-Umsätze zu steigern. 

In dem Datenpaket sollen sich Vertriebszahlen und E-Mail-Adressen von Nutzern befunden haben, die bei Amazon Produkte bewertet hatten. Die fehlbaren Angestellten des Online-Marktplatzes hätten die Daten über Mittelsmänner hauptsächlich in China verkauft – an Händler, die via Amazon selbst Produkte anbieten. 

Um die Vermutungen aufzuklären, hat der Konzern eine internen Untersuchung angeordnet. Laut dem «Wall Street Journal» sollen die Amazon-Mitarbeiter den Käufern der gestohlenen Daten auch angeboten haben, negative Userkommentare zu entfernen und gesperrte Accounts wieder zu aktivieren.

Auf Amazon bieten derzeit rund zwei Millionen Händler ihre Waren feil. Die Produzenten bekannter Marken kritisieren immer wieder, dass über den Online-Marktplatz Fälschungen ihrer Produkte vertrieben werden.