Content:

Donnerstag
28.11.2019

Medien / Publizistik

Die China Cables berichten aus dem Herzen der Volksrepublik China über den andauernden kulturellen Genozid, über Lagerstrukturen sowie über die Errichtung einer global möglichen digitalen Diktatur.

Eine Million Menschen werden in Xinjiang eingekerkert. Den Uiguren wurden schon vor Jahren die Pässe abgenommen. Ein Telefonanruf ins Ausland genügte und man landete im Lager.

Seit Jahren berichten die Korrespondenten aus China, allen voran Kai Strittmatter von der «Süddeutschen Zeitung», über den Aufbau der mächtigsten digitalen Diktatur des wichtigsten Handelspartners des Westens. Und trotzdem blieb die Weltöffentlichkeit still. Es reihten sich in den letzten Jahren europäisch-chinesische und sino-schweizerische Handelsabkommen - eins nach dem anderen.

Besonders deutsche Unternehmen sind in der Lagerregion stark vertreten. Auch die arabischen Regime, die jeden vermeintlichen Menschenrechtsverstoss im Nahen Osten propagandistisch ausschlachten, um den Terror im Nahen Osten aufrechtzuerhalten, bleiben angesichts der Einkerkerung einer Million Glaubensbrüder mucksmäuschenstill. In der UNO stellen sich die arabischen Potentaten immer auf die Seite der Volksrepublik China.

Das Framing ist die Basis medialer und globaler Machtverhältnisse. Mit den China Cables hat sich dies zugunsten der Demokratien gewendet.

Denn die grösste Gefahr für die europäischen Demokratien, auch die schweizerische, geht nicht nur von rechtspopulistischen Parteien aus, da diese verfassungskonform in die Schranken gewiesen werden können, sondern auch von allen nicht-demokratischen globalen Handelspartnern.

Diese haben seit der Finanzkrise 2008 wesentliche Industrien, Unternehmen, Häfen, Land in den demokratischen Ländern aufgekauft und eine digitale Struktur der totalitären Unterdrückung als Technik in den Westen exportiert.