Content:

Montag
09.09.2019

Medien / Publizistik

«Diskriminierung ist nicht kleiner geworden»

Der Bundesrat stellt sich hinter eine Motion, die eine Präventionskampagne gegen Sexismus verlangt. Via Social Media, Kinospots und Plakate soll eine «Breitenwirkung» erzielt werden, wie es im Motionstext heisst. 

Sexismus sei in der Schweiz «stark verbreitet», sei es als sexuelle Belästigung oder als Vorurteil über die Leistungsfähigkeit im Beruf, begründet die grüne Nationalrätin Regula Rytz ihre Forderung.

Laut einer Studie von Amnesty International haben 59 Prozent der Frauen in der Schweiz sexuelle Belästigung erlebt. Jede fünfte hat ungewollte sexuelle Handlungen im strafrechtlichen Bereich erlebt. Und 61 Prozent der jungen Frauen werden in sozialen Medien aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung beleidigt. 

«Trotz allen Anstrengungen ist die Diskriminierung in den letzten Jahren nicht kleiner geworden», heisst es in der Motion weiter. Verbote sexistischer Werbung, Schlichtungsstellen oder die Sensibilisierung von Führungskräften reichten nicht aus.

Der Bundesrat hat sich nun bereit erklärt, die Motion «im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten» umzusetzen. Als erster wird der Nationalrat darüber diskutieren.